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Als in den Wirren der Französischen Revolution zu Ende des 18. Jahrhunderts die Kirchen geschlossen oder zweckenfremdet wurden, durften zu Weihnachten die üblichen großen Krippen nicht mehr in den Kirchen aufgebaut werden.

Die Provenzalen bastelten sich dann eigene Krippenfiguren, dien Santons, aus Brotteig, bemalten diese, wenn er trocken war, und bauten in ihren Wohnungen kleine Krippen auf.

Aus diesem Brauch entwickelte sich ein eigenes Kunstgewerbe, die Santon-Herstellung durch den Santonnier, ein eigenständiger Beruf.

Ein Santon (provenzalisch „santoun“: kleiner Heiliger) ist zwischen 4 und 15 cm groß, es gibt aber auch 1 cm und 1 m große Santons. Sie werden bunt bemalt, manche, die Teureren, sind auch mit Stoffkleidern bekleidet.

Die meisten Santons stellen Figuren aus der Provence dar und haben keinen direkten Bezug zur Weihnachtsgeschichte. So gibt es den Richter, Arzt, Briefträger, Bartoumieu, den betrunkenen Wirt, Zigeunerinnen und Zigeuner, Matrosen, Fischer, Kaminfeger und viele andere.

Zu jeder Figur gibt es außerdem eine kleine Geschichte.

 

Im November werden in der Provence die Santons hervorgeholt und man beginnt damit, die Weihnachtskrippe aufzustellen.

Vorerst nur das Dorfleben.

Die heilige Familie kommt später, im Dezember; das Christkind wird erst am Heiligen Abend um Mitternacht in die Krippe gelegt.

Die heiligen drei Könige werden am 6. Januar aufgestellt.

Wir haben beim Santonnier Marcel Carbonel in Marseille wieder Zuwachs für unsere Santons bekommen.

 

Der Fischer mit seinem Netz, die Frau, die für das Christkind Socken strickt, der Schäfer, der mit seinem Lamm die Krippe besucht.

 

Der Hafenarbeiter, der Müller und die Blumenfrau.

 

Der Küfer und der Korbmacher.

 

Zuwachs für unsere Schafherde ...

 

... und noch mehr Tiere.
Unsere alteingesessenen Santons aus den letzten Jahren haben wir vom Estrich geholt, damit sie ihre neuen Kollegen begrüssen konnten.
 
Marie-Christine hat fast die ganze die Krippe aufgestellt. Das Christkind, Maria und Josef kommen erst am Heiligen Abend und die drei Weisen aus dem Morgenland mit ihrem ganzen Tross am 6. Januar.

 

Der kleine Teich ist noch mit einem Bach ergänzt worden, mit Moos aus dem Engadin.

 

Die Schafherde hat sich vermehrt. Bald gibt es Gigot d'Agneau.

 

Dieser Schäfer wärmt sich am Feuer. Es ist nicht einfach, die Glut immer zu erhalten, ohne dass der Tisch Feuer fängt.

 

Hier ist der Korbmacher, der Scherenschleifer, das Paar mit dem roten Schirm (ein Zeichen für die wohlhabenden Leute in der Provence) zwei Jäger und das Marronimännli.
 

 

 
    letzte Aktualisierung am 18.11..2008

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copyright by Peter Rudolf von Rohr