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Saison 2010, 2. Reise

    

Saison 2010

 

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So war die Reise geplant:

Ende Juli von Weener - wenn das Wetter und die Gezeiten das erlauben - über den Dollart, also die Ems-Mündung - nach Delfzijl, dann durch Friesland mit einem Halt in Franeker, um Het Loopend Tuyg zu besuchen, bzw., an Bord einzuladen und nach Harlingen, um bei Pippel einzukaufen.

Anschliessend über die IJssel und die Maas nach Belgien, dann durch Frankreich, auf dem Canal de la Marne au Rhin, mit einem Halt in Strasbourg bei der Légion Étrangère, um Wein zu kaufen und über den Rhein zurück nach Dannemarie, unseren derzeitigen Heimathafen.

Selbstverständlich sollte Florian auf der ganzen Reise dabei sein.

Wir konnten die Reise - fast wie geplant - durchführen. Das einzige Handicap war eine Schleuse in Belgien, die repariert worden ist und uns ein paar Tage Wartezeit beschert hat.

Diese Zwangspause konnten wir - dank genügend eingeplanter Reserve - problemlos wieder aufholen.

Wir haben die Reise verlangsamt und zusätzliche Ruhetage eingeplant, vor allem in Liège, wo die Liegegebühren sehr niedrig sind und weil es in der Stadt allerlei zu sehen gibt.

Dort haben wir auch im Supermarkt eingekauft.

Wir haben zum ersten Mal erlebt, dass in einem Supermarkt mit wenigen Fenstern das Licht ausgegangen ist und in den nächsten dreiviertel Stunden nicht repariert werden konnte. Belgien.

Zum Glück habe ich in meinem kleinen Rucksack immer eine Taschenlampe.

 

Anfangs Juli ist Peter zusammen mit Maja und Felix Drechsler und mit Florian mit der Eisenbahn nach Weener gefahren.

Wir haben zwei Mal mit Elke und Dieter Hoheisel gegessen, einmal im Klabautermann in Weener und ein Mal beim Italiener in Leer.

Maja und Felix sind zum Grosseinkauf im Supermarkt aufgebrochen, um unsere Vorräte an Bord zu ergänzen.

 

Hier gibt es eine ausgezeichnete, währschafte, einheimische Küche.

Das ist der idyllische, ruhige alte Hafen in Weener.

Dieter Scheiding hat gute Arbeit geleistet.

Alle Decks und Gangborde sind neu gestrichen, ebenso die Aufbauten. Der Deckel der Backskiste ist repariert. Über dem Oberlicht der Gästekajüte gibt es jetzt ein kleines Zelt, damit auch bei Regen mit starkem Wind kein Wasser mehr eindringen kann. Der Mast ist auch frisch gestrichen.

Dieter Scheiding hat für die Arbeiten am Rumpf ein Arbeitsfloss benutzt.

An Land hat er eine grosse übersichtliche Werkstatt, in der peinliche Ordnung herrscht

 

Wir haben uns beim Hafenmeister nach der besten Abfahrtszeit erkundigt und sind bei noch leicht auflaufendem Wasser auf der Ems zu Tal und anschliessend  über den Dollart nach Delfzijl, bzw. auf den Emskanal gefahren, wo wir nach der ersten Schleuse angelegt haben.

Das ist eines der riesigen Sperrwerke auf der Ems.

Dieses Teil ist sicher auf dem Weg zur Meyer Werft in Papenburg.

Das nächste Ziel war Groningen, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz.

In der ehemaligen Kornbörse ist heute ein Supermarkt.

In der Altstadt von Groningen.

Wenn man Groningen verlässt, muss man ein Dutzend Brücken passieren. Man fährt im Konvoi, praktisch ohne Wartezeiten.

 

Das ist die erste Brücke, die Museumsbrug.

Die letzte ist die moderne Doppelbrücke.

 

 

Unser nächstes Ziel war Stroobos. Leider wird der kleine Yachthafen nicht mehr betrieben, weil der Hafenmeister alt und krank geworden ist. Zum Glück gibt es eine kleine Werft, so wir anlegen konnten. Dort haben wir auch unsere leeren Gasflaschen gegen volle ausgetauscht.

 

Unser Liegplatz auf der Werft.

In Franeker haben uns Rita und Kees besucht und wir sind zusammen zum Grosseinkauf gefahren.

Maja und Felix haben das Planetarium besucht und die Stadt besichtigt.

 

 

Das Planetarium des Eise Eisinga. Die Martinikerk.
   
Das Rathaus. Die alte Kornwaage, heute ein Museum.

Details der alten Kornwaage.

Selbstverständlich hatten wir wieder Gäste an Bord: die Ehemaligen von Het Loopend Tuyg. Sie singen immer noch und es wurde ein langer Abend.

   
In Friesland gibt eine zweite Station, die wir immer anlaufen: Harlingen.

Bei Pippel haben wir die notwendigen Buchstaben gekauft, damit wir Florian im Steuerhaus verewigen konnten.

Die Leeuwenbrug am Noorderhaven. Das ausgezeichnete Restaurant Nooit Gedacht.

An der Groote Breede Straat.

Die Kamele bewachen immer noch die Werft von Harm Visser. Das Havenkantoor.

 

Wir sind zwei Tage in Harlingen geblieben. Maja und Felix haben diesen Aufenthalt für einen Ausflug mit der Fähre nach Terschelling genutzt.

   

Auf der Insel Trye Hûs haben wir festgemacht und ausgezeichnet gegessen. Die Insel liegt oberhalb Grouw am Prinses Margriet Kanaal.

   

Leider gab es in Lemmer keine freien Liegplätze, weil dort eine Riesenregatta stattgefunden hat. Alle Plätze waren im Päckchen drei- und vierfach besetzt.

Auf der langweiligen Lemster Vaart haben wir aussen auf einem Arbeitsboot einen geeigneten Liegplatz gefun-den.

   

In Kampen war Mannschaftswechsel. Maja und Felix sind von Bord gegangen und nach Basel gefahren. Ueli hat sie abgelöst.

Die berühmte Kuh ist immer noch präsent, aber sie hängt zur Zeit nicht am Rathaus.

Eines der Charterschiffe, ein Viermaster fährt aus.

 

Der Blick auf die schönste Brücke in den ganzen Niederlanden.

Diese wird mit den goldenen Rädern nur gerade so hoch gehoben, dass die Durchfahrtshöhe der Schiffshöhe entspricht.

   
Zusammen mit Ueli ist Peter auf der IJssel zu Berg gefahren. Die nächsten Stationen waren Zwolle, Deventer, Doesburg, Nijmegen, Boxmeer, Wanssum.

In Nijmegen haben wir die IJssel verlassen und auf der Maas weiter zu Berg gefahren.

Statt nach Venlo zu fahren, haben wir in einem Vorort angelegt. Da gibt es einen riesigen Yachthafen. Der Hafenmeister ist ein ehemaliger Schiffer, der auch schon in seinen alten Schifferzeiten in Basel an der Fasnacht war.

   
In Maasbracht hat Rino auf uns gewartet, um mit uns bis nach Breisach zu fahren.

 

Hier haben wir Rino und seinen Hund Ambra an Bord der STELLA getroffen.

In Liège hatten wir dann den längeren Aufenthalt wegen der Schleusenreparatur.

Calatrava hat in Liège einen futuristischen Bahnhof gebaut, der sehenswert ist.

 

Die ganze Uferpartie linksufrig ist von Spekulanten und unfähigen Architekten gründlich versaut worden. Anhand des kleinen Hauses kann man sehen, wie  die Uferpartie vorher ausgesehen hat.

 

Die Stadt Liège hat in verschieden Kriegen viele Menschen verloren.

 

 

Wenn man Liège verlässt, fährt man mehr als eine Stunde durch Industriegebiet.

Hier wird rücksichtslos alles ins Wasser und in die Luft gelassen.

 

Weiter zu Berg sieht man das Trainingslager der belgischen Kommandotruppen. Vermutlich schlafen die Offiziere im Haus und die Soldaten in den Zelten, die schon jahrelang da stehen.

 

Der Nächste Halt war in Namur. Leider ist die BACCHUS zu gross, um im Hafen beim Stadtzentrum anzulegen, aber oberhalb der Stadt gibt es einen geeigneten Hafen.
   
Die Zitadelle von Namur. Die Namurettes sind die Wassertaxis in Namur, die auch bis in die Mündung der Sambre fahren.

 

In Dinant haben wir in diesem Restaurant Moules gegessen. Es liegt direkt an der Maas und von Bord sind es keine 50 Meter.

 

Ausser der BACCHUS gibt es auch noch andere schöne Schiffe auf der Maas.

 

Wir sind weiter auf der Maas zu Berg gefahren. Über Fumay, Charleville-Mézières, Sedan, Verdun, Toul nach Nancy.

 

Auf Meuse ist zum Teil Handarbeit angesagt. Diese Ringe sind sehr sicher zum Festmachen, aber man muss dazu an Land gehen.
   
 
   

Auf der Meuse und auf dem Canal de la Marne au Rhin gibt es schöne alte Schleusenwärterhäuschen, die zum Teil noch bewohnt sind.

Diese Schleuse ist  nicht 1911 gebaut, sondern renoviert worden. Der Kanal ist bereits 1853 fertig gestellt worden.

   
In Nancy sind wir zwei Tage geblieben und hatten Besuch an Bord: Alan Foord, der mit seinen beiden Hunden auf seinem Schiff in Nancy lebt und Nicolas, der Sohn von Peters Cousine, der zur Zeit in Nancy studiert.

 

Der Herbst hat langsam Einzug gehalten.

Am Morgen hatten wir leichten Nebel, der dann aber von der Sonne verdrängt worden ist.

   

Florian hatte alles im Griff.

Und alles Wichtige in Reichweite.

 

In Strasbourg haben wir kurz unter der Pont d'Anvers festgemacht, um bei der Légion Étrangère Wein einzukaufen.

In Breisach haben wir uns mit einem feudalen Nachtessen im Kaiserstühler Hof von Rino verabschiedet. Er hat seine STELLA im Hafen Vogelgruen ausgewassert und ist zurück in die Schweiz gefahren.

Auf dem Rhein waren dann wieder Grossschifffahrtsschleusen angesagt.

In Niffer haben wir den Rhein verlassen und sind auf dem Canal du Rhône au Rhin via Mulhouse nach Dannemarie gefahren

   

Auf dieser Reise sind wir in 240 Betriebsstunden 1'382 km gefahren.

Wir haben 38 bewegbare Brücken, 3 Tunnels und 203 Schleusen passiert und einen Schifflift benutzt.

 

Total waren es in der gesamten Saison 359 Betriebsstunden, 2'570 km, 252 Schleusen, 40 bewegbare Brücken, 3 Tunnels und ein Schiffslift.

Das alles ohne Pannen.

   

 

 
    letzte Aktualisierung am 24.01.2011 zurück zum Seitenanfang

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