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Saison 2010 1. Reise
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Nach einer kurzen Reise mit mit der SNCF und einem Nachtessen an Bord haben wir uns von unserem idyllischen Hafen in Dannemarie verabschiedet und sind auf dem Canal de la Rhône au Rhin zu Tal gefahren.
Wir haben im Nautic Club Kembs einen Liegeplatz reserviert und im Restaurant La Péniche zum Nachtessen.
Zum Nachtessen haben wir Rino Somaini getroffen, der mit uns mit seinem neuen Boot auf dem Rhein zu Tal fahren will.
Der nächste Halt war in Breisach. Dort ist Robi Prétôt an Bord gekommen und Marie-Christine hat sich nach dem Nachtessen im Kaiserstühler Hof verabschiedet und ist nach mit der Deutschen Bahn Basel gereist.
Rino hat auf der Talfahrt ein wenig gelitten: das Wasser war für seinen 7-Meter-Motorsegler ziemlich ruppig und ausserdem es war saukalt.
Unterwegs haben wir allerlei Bekanntes gesehen: den alten Wilhelm, der wieder und immer noch auf seinem hohen Ross hockt.
Wir haben Worms, eine der ältesten deutschen Städte passiert; wir haben den einzigen Raddampfer, der noch auf dem Rhein fährt gekreuzt und haben uns wieder alle Burgen im Gebirge angesehen.
In Worms steht das Denkmal von Gunter Hagen, der den Nibelungenschatz in den Rhein wirft.
Der Bildhauer soll sich umgebracht haben, weil er die Fussstellung falsch gewählt hat: ein Rechtsänder stellt beim Werfen den linken Fuss vor.
Vielleicht war Gunter Hagen Linkshänder.
Nach einer knappen Woche sind wir in der Marina Duisburg angekommen.
Das ist ein ausserordentlich gut gepflegter und funktionierender Hafen. Die gesamte Besatzung ist mit der Deutschen Bahn nach Basel gefahren und wir haben die BACCHUS in Duisburg gelassen.
Hier haben wir uns von Rino verabschiedet. Er wird in den Niederlanden weiter fahren.
Nach ein paar Tagen in Basel bin ich mit Lisbeth und Ernst Camenzind mit dem Auto nach Köln gefahren und von dort mit dem Zug nach Duisburg.
Am nächsten Tag sind die beiden an Bord gekommen und wir haben Richtung Bremen abgelegt.
Das erste Ziel war der Hafen unterhalb des ehemaligen Schiffshebewerks Henrichenburg. Das Schiffshebewerk ist 1969 ausser Betrieb gestellt worden und ist heute ein Industriedenkmal.
Eigentlich hatten wir geplant, in Münster anzulegen, aber die Liegeplätze waren für die BACCHUS nicht geeignet.
Also war unser nächstes Ziel der nicht weit entfernte Hafen Fuestrup.
Hier gibt es - weil der Hafen sehr weitläufig ist - eine handbetriebene Fähre von Dover nach Calais.
Von Fuestrup fuhren wir weiter nach Recke, einem kleinen Hafen, in dem ich zum Glück reserviert hatte.
Die nächste Station war Minden, wo wir den Mittelandkanal verlassen haben und auf der Weser weiter gefahren sind.
Durch diese imposante Schachtschleuse sind wir auf die Oberweser eingefahren
Dieser Fluss ist im Oberlauf relativ schmal, trotzdem hat es Berufsschiffe, vor allem Polen.
Nach einem Kilometer hatten wir dicken Nebel.
Unser nächste Ziel war Nienburg. Diese Stadt hat eine riesige Fussgängerzone und eine prächtige, gepflegte Altstadt mit wunderschönen Häusern, vorwiegend Riegelbauten.
Nach einem kurzen Abstecher auf die Aller nach Verden fuhren wir weiter nach Bremen. Die Marina Bremen ist knapp zehn Minuten vom Stadtzentrum entfernt.
Wir
Wir haben die Bremer Stadtmusikanten ergänzt und die imposante Fassade des Rathauses bestaunt.
Hier ist der beeindruckende Ratskeller. Vielleicht sollte man im Basler Rathaus auch eine Beiz einrichten.
Das Schnoorviertel besteht aus lauter Imbergässli. Hier sind Boutiquen, kleine Läden, Goldschmiede, Handwerker, prächtige Beizen und man kann auch wohnen.
Im kleinen Olymp haben sie ihr eigenes Bier: Schnoorbräu. Ich habe es probiert. Es ist ausgezeichnet.
Deshalb habe ich als Andenken zwei Gläser gekauft.
Der Landwirtschaft zuliebe werde ich weiterhin Bier trinken.
Nach einem Zwischenhalt im Hafen Surwolde sind wir in Weener angekommen. Wir haben die anstehenden Arbeiten Mit Dieter Hoheisel und Dieter Scheiding besprochen und sind dann nach Oldersum auf die Werft weiter gefahren.
Auf der Weser ist das Fahrwasser mit Pricken markiert.
Wir haben die BACCHUS auf der Wert abgeliefert, damit sie auf die Helling kann für die Unterwasser-Arbeiten. Bis zur Heimfahrt blieb uns noch Zeit. Also haben wir noch zwei Fischerhäfen besucht:
Greetsiel ...
... und Ditzum ...
Auf dieser Reise sind wir in 120 Betriebsstunden 1'218 km gefahren und haben 2 bewegbare Brücken und 49 Schleusen passiert.
letzte Aktualisierung am 13.07.2010 copyright by Peter Rudolf von Rohr