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Saison 2009 - 2. Reise |
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2. Reise
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Nach einem Ruhetag war ein happiger Reisetag angesagt: um Groningen zu verlassen, muss man 14 bewegbare Brücken passieren. Wir sind bis Franeker durchgefahren, weil wir bei Nieko die leeren Gasflaschen gegen volle austauschen wollten. Von dort war eine kurze Fahrt nach Harlingen zum Einkauf bei Pippel und beim Harlinger Aardewerk en Tegelfabriek (dort hat sich Marie-Christine gründlich mit Kacheln eingedeckt). Den Ruhetag nutzten wir für einen Ausflug mit der Fähre nach Terschelling.
Zurück in Franeker war der Besuch an Bord von Het Loopend Tuyg angesagt. Wie immer haben sie bis spät in die Nacht gesungen.
Nach einer Übernachtung auf der Insel Trye Hûs fuhren wir nach weiter nach Lemmer. Der Abstecher nach Urk hat sich gelohnt. Urk ist ein alter Fischereihafen und lag vor dem Bau des Afsluitdijk auf einer Insel in der Zuiderzee.
Die nächste Station war Blokzijl...
... anschliessend Kampen.
In Zwolle haben sich Ueli und Urs verabschiedet und Urs Höchle ist an Bord gekommen. Wir haben Carin, Paul und ihre Familie besucht. Zusammen mit Carins Familie sind wir weiter nach Deventer gefahren. Wir haben nur kurz an der Kade angehalten, weil man dort nur bis Sonnenuntergang bleiben darf (ich habe zwar dort auch schon übernachtet) und sind dann nochmals zurück in den Yachthafen gefahren.
Auf der IJssel ging es weiter zu Berg nach Nijmegen. Kurz nach dem Hafen Boxmeer haben wir die Maas erreicht. Über Wanssum fuhren wir weiter nach Venlo. Dort war Mannschaftswechsel: Urs Höchle machte sich auf die Heimreise und Dominique und Daniel sind mit ihren Velos an Bord gekommen.
Den Ruhetag haben wir mit dem Besuch des Markts und des Fests in der Stadt begangen. Die nächste Station war der Hafen Nautilus in Roermond. Weiter auf der Maas zu Berg haben in bei Maastricht, kurz vor der belgischen Grenze angelegt.
Der erste Halt in Belgien war in Lüttich. Wir haben uns auf das erste belgische Bier gefreut und haben es genossen. Über Wanze sind wir weiter über die Maas, die jetzt Meuse heisst, nach Namur gefahren.
In Dinant haben sich Dominique und Daniel von uns verabschiedet, um per Velo nach Basel zu fahren, diesmal bei schönem Wetter. In Givet haben wir die Grenze nach Frankreich überquert und nach einem Einkaufshalt in Hastière (das letzte belgische Bier) in Vireux-Wallerand angelegt. Beizeiten haben wir in Fumay festgemacht, um auf Felix Drechsler zu warten.
Hier haben wir Alan Foord an Bord der TIMELESS SERENITY mit seinen beiden Hunden Lucy und Minnie (Bordercollie-Terrier-Mischlinge) kennengelernt. Wir sind mit ihm bis nach Toul gefahren und haben ihn ausgebildet, weil er noch keine Erfahrung hatte. Er hat das Boot erst kürzlich gekauft und lebt an Bord.
Weiter ging die Reise nach Charleville-Mezières, wo wir dieses Mal ausserhalb des Hafens festgemacht haben. Das hat uns Hafen- und Wendemanöver erspart.
Die nächste Station war die langweilige Stadt Sedan. Am nächsten Tag hat sich Alan für kurze Zeit von uns getrennt. Sein Hydrauliksystem auf dem äusseren Steuerstand funktioniert nicht. Er fuhr auf dem Canal des Ardennes ein kurzes Stück bis nach Pont-à-Bar in die Werft Maubacq. Bei dieser Gelegenheit hat er in zwei Schleusen allerlei Schaden angerichtet. An seinem Boot, nicht an den Schleusen. Die Reling vor und achter. In Stenay hat uns Alan wieder eingeholt. Von Dun-sur-Meuse sind wir weiter nach Verdun gefahren. Dort hat eine Schweizer Kolonie angelegt: Mats und Hansruedi mit der MIZAR, die DAY DREAM mit Ursula und Heinz, die früher in Kembs lagen. Via St-Mihiel - immer noch auf der Meuse - fuhren wir nach Commercy, wo wir eigentlich an Land ein Barbecue veranstalten wollten. Das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung und wir waren alle bei uns an Bord - Alan, Ursula, Heinz und die Besatzung der BACCHUS - und es gab Spaghetti. Wir sind noch einen Tag in Commercy geblieben und haben das Barbecue nachgeholt. Alan hat das Fleisch mariniert und die Saucen zubereitet.
In Toul hatten wir das Abschiedsessen mit Alan. Er wird nach Nancy fahren und dort überwintern. Nach einem Halt in Pont-à-Mousson sind wir weiter nach Metz gefahren. Freddy Koch kam für einen Kurzbesuch und nach einem chinesischen Nachtessen haben wir Son et Lumière genossen. Am Sonntagmorgen sind gut zwei Dutzend Heissluftballone gestartet. Unser Start hat sich wegen des Nebels auf der Mosel etwas verzögert.
Nach einem Halt in Thionville sind wir nach Luxembourg gefahren und haben in Schwebsange den Dieseltank mit günstigem Luxemburger Diesel gefüllt. Von dort fuhren wir weiter auf der Mosel zu Tal und dann auf der Saar zu Berg bis nach Saarburg. Hier in diesem idyllischen Hafen hat sich Felix Drechsler verabschiedet und ist mit dem Zug nach Basel gefahren. Unterwegs nach Merzig haben wir die ELISUUM getroffen mit dem Eigner Claude Schoch. Er ist unser Stegnachbar in Dannemarie. An der nächsten Anlegestelle, in Saarbrücken, ist Ueli Steiner an Bord gekommen. Von da an sind wir auf dem Canal de la Marne au Rhin weiter über Sarreguemines und Bissert Mittersheim gefahren. Dort ist Dieter Gruber an Bord gekommen.
Die nächste Station war Niederviller, eine Basis der Kühnle-Boote. Mit dem Ziel Saverne haben wir abgelegt. Zuvor hatten wir noch zwei Tunnels und das Schiffshebewerk von Arzviller zu passieren. In Souffelweyersheim haben wir den nächsten Ruhetag eingeschaltet, bevor wir in Strasbourg bei der Légion Étrangère Wein eingekauft haben
Nach Strasbourg sind wir auf dem Rhinaukanal weiter gefahren. Unterwegs haben wir bei der Chapelle des Mariniers übernachtet.
Der letzte Halt auf dem Rhinaukanal war in Boofzheim, bevor wir auf dem Rhein zu Berg gefahren sind. Auf dem Rhein zu Tal war unser nächstes Ziel Breisach am Rhein, wo wir - wie immer - im Kaiserstühler Hof ausgezeichnet gegessen haben. Wir haben nochmals einen Ruhetag eingeschaltet. Ueli und Dieter haben sich hier verabschiedet und sind mit dem Zug zurück in die Schweiz gefahren. Das nächste Ziel war Kembs. Für den Abend hat sich Dieter Hoheisel angemeldet und wir haben zusammen im Restaurant La Péniche gegessen.
Am nächsten Morgen hat uns Urs Höchle abgeholt und wir haben unser ganzes Gepäck in seinen Wagen eingeladen und nach Basel geschafft. Die BACCHUS haben wir für eine Woche in Kembs gelassen. Am folgenden Wochenende haben wir zwei Ausfahrten nach Mulhouse mit Verwandten und Freunden unternommen. Am folgenden Donnerstag war dann die letzte Fahrt angesagt: von Kembs nach Dannemarie. Am Morgen hatten wir noch Rauhreif und gemäss Weisungen des Schleusenwärters mussten wir um 08.30 Uhr an der Schleuse 42 sein. Das bedeutete Ablegen vor halb sieben Uhr in stockdunkler Nacht. Mit dem Suchscheinwerfer.
Anne, die Hafenmeisterin hat sich gemeldet: oberhalb Eglingen sei der Kanal bis morgen früh gesperrt. Zu allem Überfluss haben wir in Eglingen noch ein Tau an der Schraube erwischt. Dieses selber zu entfernen war keine gute Idee. Wir haben dann einen Taucher bestellt.
Wir sind dann dennoch glücklich am nächsten Tag in Dannemarie angekommen.
Sonnenaufgang in Dannemarie.
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| letzte Aktualisierung am 20.07.2010 |
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