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Saison 2009 - 2. Reise

    

 

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Wir haben mit Urs und Ueli an Bord den alten Hafen in Weener verlassen und auf die Ems geschleust, um mit ablaufendem Wasser über den Dollart zu fahren.

Wir haben beschlossen, bis Groningen direkt durchzufahren, weil Marie-Christine wegen eines Vorstellungsgesprächs nach Basel fahren musste.

Bei ablaufendem Wasser und fast ohne Wind über den Dollart; vorher haben wir aber noch - wie es sich gehört - Hollandse Nieuwe gegessen.

 

Der Bahnhof Groningen ist 1866 gebaut und 1999 total renoviert worden.

 

Nach einem Ruhetag war ein happiger Reisetag angesagt: um Groningen zu verlassen, muss man 14 bewegbare Brücken passieren. Wir sind bis Franeker durchgefahren, weil wir bei Nieko die leeren Gasflaschen gegen volle austauschen wollten.

Von dort war eine kurze Fahrt nach Harlingen zum Einkauf bei Pippel und beim Harlinger Aardewerk en Tegelfabriek (dort hat sich Marie-Christine gründlich mit Kacheln eingedeckt). Den Ruhetag nutzten wir für einen Ausflug mit der Fähre nach Terschelling.

Links ist der Leuchtturrm Brandaris.  Er ist heute noch in Betrieb

 

Der Hafen von Terschelling.

Rechts ein Tonnenhof im Hafen, unten die Innenansicht einer Beiz.

Einen solchen Boden hätte ich auch gerne zuhause und einen solchen Stammtischplatz.

 

Zurück in Franeker war der Besuch an Bord von Het Loopend Tuyg angesagt. Wie immer haben sie bis spät in die Nacht gesungen.

 

Sie waren wieder einmal alle da und es war ein heel gezelliger avond.

 

In Franeker haben wir ein sehr interessantes Wasserfahrzeug gesehen.

Man konnte sogar Musik hören.

 

 

Nach einer Übernachtung auf der Insel Trye Hûs fuhren wir nach weiter nach Lemmer.

Der Abstecher nach Urk hat sich gelohnt. Urk ist ein alter Fischereihafen und lag vor dem Bau des Afsluitdijk auf einer Insel in der Zuiderzee.

 

Viele Fischer aus Urk sind jung auf See geblieben.

 

Die nächste Station war Blokzijl... 

 

Die Hafeneinfahrt ein guter Aufenthalt für Wasservögel

Dieses Schaf hat Marie-Christine gekauft. Eigentlich ist es eine Bettflasche und es liegt jetzt auf unserem Bett an Bord.

In diesem Restaurant haben wir sehr gut, aber nicht gerade sehr billig gegessen.

... anschliessend Kampen.

 

Das ist Kampen vom Wasser aus gesehen.
Die SUCCESS, ein ehemaliges Dampfschiff, war schon einmal in Rheinfelden.

Das ist für uns immer noch die schönste Brücke in den Niederlanden.

Selbstverständlich haben wir wieder im Restaurant Wok Cuisine ausgezeichnet gegessen.

 

In Zwolle haben sich Ueli und Urs verabschiedet und Urs Höchle ist an Bord gekommen. Wir haben Carin, Paul und ihre Familie besucht.

Zusammen mit Carins Familie sind wir weiter nach Deventer gefahren. Wir haben nur kurz an der Kade angehalten, weil man dort nur bis Sonnenuntergang bleiben darf (ich habe zwar dort auch schon übernachtet) und sind dann nochmals zurück in den Yachthafen gefahren.

 

Die Hafenverordnung in Zwolle ist sehr streng.

Ob sie überhaupt eingehalten wird, ist eine andere Frage.

 

Paul, Carin und ihre Kinder

 

Das sind keine pornographischen Aufnahmen; sondern Fotos von Bootsfendern, die aus altem Tauwerk hergestellt sind.

 

Auf der IJssel ging es weiter zu Berg nach Nijmegen.

Kurz nach dem Hafen Boxmeer haben wir die Maas erreicht. Über Wanssum fuhren wir weiter nach Venlo. Dort war Mannschaftswechsel: Urs Höchle machte sich auf die Heimreise und Dominique und Daniel sind mit ihren Velos an Bord gekommen.

 

Urs hat sich mit einem Konzert auf der Querflöte von und verabschiedet.

 

Das Fest in Venlo mit sehr viel Phantasie.

 

Den Ruhetag haben wir mit dem Besuch des Markts und des Fests in der Stadt begangen.

Die nächste Station war der Hafen Nautilus in Roermond.

Weiter auf der Maas zu Berg haben in bei Maastricht, kurz vor der belgischen Grenze angelegt.

 

 

Die alten Brücken von Liège sind sehenswert. Die Häuserzeile am Wasser (heute muss man dazu Meile sagen) ist gründlich versaut, aber ein Hausbesitzer hat nicht an die Immobiliensäue verkauft.

Sein schmales Haus steht noch. Gottseidank.

Bei uns in Basel gibt es leider auch so genannte Stararchitekten, die erst Ruhe haben, wenn unsere Stadt genau so gruusig aussieht, wie Frankfurt.

So kann man jede Stadt versauen und dabei erst noch viel Geld verdienen.

Der erste Halt in Belgien war in Lüttich. Wir haben uns auf das erste belgische Bier gefreut und haben es genossen. Über Wanze sind wir weiter über die Maas, die jetzt Meuse heisst, nach Namur gefahren.

 

Unser Liegeplatz in Dinant, mitten im Stadtzentrum.

 

In Dinant haben sich Dominique und Daniel von uns verabschiedet, um per Velo nach Basel zu fahren, diesmal bei schönem Wetter.

   

In Givet haben wir die Grenze nach Frankreich überquert und nach einem Einkaufshalt in Hastière (das letzte belgische Bier) in Vireux-Wallerand angelegt.

Beizeiten haben wir in Fumay festgemacht, um auf Felix Drechsler zu warten.

 

Hier haben wir Alan Foord an Bord der TIMELESS SERENITY mit seinen beiden Hunden Lucy und Minnie (Bordercollie-Terrier-Mischlinge) kennengelernt. Wir sind mit ihm bis nach Toul gefahren und haben ihn ausgebildet, weil er noch keine Erfahrung hatte. Er hat das Boot erst kürzlich gekauft und lebt an Bord.

 

Marie-Christine hat Alan's beide Hunde - Lucy und Minnie - sofort adoptiert.

 

Weiter ging die Reise nach Charleville-Mezières, wo wir dieses Mal ausserhalb des Hafens festgemacht haben. Das hat uns Hafen- und Wendemanöver erspart.

 

Unser Liegeplatz in Charleville-Mezières.

Auf dieser Resslirytti sind zwei der Trois Suisses gefahren.

 

Die nächste Station war die langweilige Stadt Sedan.

Am nächsten Tag hat sich Alan für kurze Zeit von uns getrennt. Sein Hydrauliksystem auf dem äusseren Steuerstand funktioniert nicht. Er fuhr auf dem Canal des Ardennes ein kurzes  Stück bis nach Pont-à-Bar in die Werft Maubacq. Bei dieser Gelegenheit hat er in zwei Schleusen allerlei Schaden angerichtet. An seinem Boot, nicht an den Schleusen. Die Reling vor und achter.

In Stenay hat uns Alan wieder eingeholt.

Von Dun-sur-Meuse sind wir weiter nach Verdun gefahren. Dort hat eine Schweizer Kolonie angelegt: Mats und Hansruedi mit der MIZAR, die DAY DREAM mit Ursula und Heinz, die früher in Kembs lagen.

Via St-Mihiel - immer noch auf der Meuse - fuhren wir nach Commercy, wo wir eigentlich an Land ein Barbecue veranstalten wollten. Das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung und wir waren alle bei uns an Bord - Alan, Ursula, Heinz und die Besatzung der BACCHUS - und es gab Spaghetti.

Wir sind noch einen Tag in Commercy geblieben und haben das Barbecue nachgeholt. Alan hat das Fleisch mariniert und die Saucen zubereitet.

 

Grillabend in Commercy.

 

In Toul hatten wir das Abschiedsessen mit Alan. Er wird nach Nancy fahren und dort überwintern.

Nach einem Halt in Pont-à-Mousson sind wir weiter nach Metz gefahren. Freddy Koch kam für einen Kurzbesuch und nach einem chinesischen Nachtessen haben wir Son et Lumière genossen.

Am Sonntagmorgen sind gut zwei Dutzend Heissluftballone gestartet. Unser Start hat sich wegen des Nebels auf der Mosel etwas verzögert.

 

Erinnerungen an den den Aufenthalt in Metz.

   

Nach einem Halt in Thionville sind wir nach Luxembourg gefahren und haben in Schwebsange den Dieseltank mit günstigem Luxemburger Diesel gefüllt.

Von dort fuhren wir weiter auf der Mosel zu Tal und dann auf der Saar zu Berg bis nach Saarburg. Hier in diesem idyllischen Hafen hat sich Felix Drechsler verabschiedet und ist mit dem Zug nach Basel gefahren.

Unterwegs nach Merzig haben wir die ELISUUM getroffen mit dem Eigner Claude Schoch. Er ist unser Stegnachbar in Dannemarie.

An der nächsten Anlegestelle, in Saarbrücken, ist Ueli Steiner an Bord gekommen.

Von da an sind wir auf dem Canal de la Marne au Rhin weiter über Sarreguemines und Bissert  Mittersheim gefahren. Dort ist Dieter Gruber an Bord gekommen.

 

Ueli und Dieter an der Arbeit.

 

Die nächste Station war Niederviller, eine Basis der Kühnle-Boote.

Mit dem Ziel Saverne haben wir abgelegt. Zuvor hatten wir noch zwei Tunnels und das Schiffshebewerk von Arzviller zu passieren.

In Souffelweyersheim haben wir den nächsten Ruhetag eingeschaltet, bevor wir in Strasbourg bei der Légion Étrangère Wein eingekauft haben

 

Wir haben das protzige Gebäude des Europaparlaments, das ziemlich viel Geld gekostet hat, passiert...

 

... und wie jedes Jahr bei der Légion Étrangère Wein eingekauft und an Bord bringen lassen.

Nach Strasbourg sind wir auf dem Rhinaukanal weiter gefahren. Unterwegs haben wir bei der Chapelle des Mariniers übernachtet.

 

 

 

   

Der letzte Halt auf dem Rhinaukanal war in Boofzheim, bevor wir auf dem Rhein zu Berg gefahren sind.

Auf dem Rhein zu Tal war unser nächstes Ziel Breisach am Rhein, wo wir - wie immer - im Kaiserstühler Hof ausgezeichnet gegessen haben. Wir haben nochmals einen Ruhetag eingeschaltet. Ueli und Dieter haben sich hier verabschiedet und sind mit dem Zug zurück in die Schweiz gefahren.

Das nächste Ziel war Kembs. Für den Abend hat sich Dieter Hoheisel angemeldet und wir haben zusammen im Restaurant La Péniche gegessen.

 

Nachtessen mit Dieter im Restaurant "La Péniche" im Hafen von Kembs.
   

 

Am nächsten Morgen hat uns Urs Höchle abgeholt und wir haben unser ganzes Gepäck in seinen Wagen eingeladen und nach Basel geschafft.

Die BACCHUS haben wir für eine Woche in Kembs gelassen. Am folgenden Wochenende haben wir zwei Ausfahrten nach Mulhouse mit Verwandten und Freunden unternommen.

Am folgenden Donnerstag war dann die letzte Fahrt angesagt: von Kembs nach Dannemarie.

Am Morgen hatten wir noch Rauhreif und gemäss Weisungen des Schleusenwärters mussten wir um 08.30 Uhr an der Schleuse 42 sein. Das bedeutete Ablegen vor halb sieben Uhr in stockdunkler Nacht. Mit dem Suchscheinwerfer.

 

   

Anne, die Hafenmeisterin hat sich gemeldet: oberhalb Eglingen sei der Kanal bis morgen früh gesperrt. Zu allem Überfluss haben wir in Eglingen noch ein Tau an der Schraube erwischt.

Dieses selber zu entfernen war keine gute Idee. Wir haben dann einen Taucher bestellt.

 

... der nette Taucher aus Mulhouse; er hat auch noch das ganze Unterwasserschiff kontrolliert ...

 

Wir sind dann dennoch glücklich am nächsten Tag in Dannemarie angekommen.

 

Sonnenaufgang in Dannemarie.

 

 
    letzte Aktualisierung am 20.07.2010

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