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Saison 2009 - 1. Reise
Es war unsere erste Reise an Bord der BACCHUS ohne Hayka. Wir haben sie sehr vermisst.
Wir sind auf dem Rhein zu Tal gefahren.
Mit an Bord war noch der altbewährte Rheinschiffer Fredi Müller. Dieses Mal hat er seine Tochter Sabine mitgebracht, die als kleines Kind mit ihren Eltern auf dem Rhein gefahren ist.
Sabine hat noch ihren Freund Alex mitgebracht.
Ausser diesen Gästen war noch Rino an Bord. Er ist letztes Jahr mit uns gefahren. Weil er 2010 als Rentner mit seinem neu gekauften Motorsegler auf dem Rhein zu Tal fahren will, wollte er die Strecke kennen lernen.
Zu sechst wurde der Platz knapp: es fehlte ein Schlafplatz.
Fredi hat seine Luftmatratze mitgenommen und wollte eigentlich auf dem Achterdeck schlafen.
Jeden Abend, wenn er sich eingerichtet hatte, hat zehn Minuten später der Regen eingesetzt und er hat im Salon weitergeschlafen.
Das war die erste Reise.
Fredi hat seine Tochter Sabine mitgenommen.
Wir sind bereits am Donnerstag mit dem Zug nach Colmar gefahren.
Am Freitag haben wir das Schiff geputzt und mit Hilfe unseres Nachbarn Albin eingekauft und die Vorräte ergänzt.
Am Freitag Abend sind unsere Gäste an Bord gekommen: Dieter für einen Tag bis nach Breisach, um das Schiff kennen zu lernen; Rino für die ganze Talfahrt auf dem Rhein.
Das dürfte für eine Weile die letzte Fahrt auf dem Colmarer Kanal gewesen sein.
Wie immer haben wir am ersten Abend in Breisach angelegt und haben - auch wie immer - im Kaiserstühler Hof gegessen, diesmal im Garten "Unser" Schwan ist unzuverlässig geworden. Er lässt seine Eier allein.
Unsere restlichen Gäste sind am Morgen an Bord gekommen: Fredi, Sabine und Alex. Wir haben den ganzen kanalisierten Rhein hinter uns gebracht und unterhalb Iffezheim beim Motoryacht Club Baden-Baden übernachtet.
Hier waren noch Schiffe unterwegs, die ein ganz klein wenig grösser sind als die BACCHUS.
Unser nächstes Ziel war Bingen. Eigentlich wäre das Clubhaus geschlossen gewesen, aber sie haben extra für uns geöffnet.
Das war der Sonnenaufgang in Bingen.
Unterwegs haben wir den Dom von Speyer passiert.
Wir sind wieder einmal an der berühmten Loreley vorbei gefahren. Diesmal war Sabine am Ruder und hat keinen Schaden angerichtet.
Man sagt, diese Burg gehöre Thomas Gottschalk. Aus dieser ehemaligen Ziegelei hat man eine Beiz gemacht
Dies ist das sympathischte Gotteshaus, das wir kennen. Es gibt nur einen Weg zum Gottesdienst und nach dem Gottesdienst: durch die Beiz.
Diese moderne Brücke heisst im Volksmund "die Harfe".
Das sind die modernen Düsseldorfer Bauten.
Dieses Zebra-Wohnboot würde noch gut dazu passen.
Hier hat uns die Wasserschutzpolizei kontrolliert. Ehrfürchtig haben sie Fredis Sammlung von Schiffspatenten angesehen. Soviele haben sie noch nie auf einem Haufen gesehen.
Sympathisch war, dass sie auch ein Elfi-Glöggli haben.
Wir vermuten, dass an dieser eintausendfünfhundert Wasserskifahrer ertrunken sind.
Von Köln aus sind wir zügig an die Deutsch-Niederländische Grenze gefahren.
Die Einfahrt zum Hafen Köln ist sehr eng.
Hier wird gebaut: in den ehemaligen Lagerhäusern gibt es jetzt Wohnungen und es entstehen sehr moderne Gebäude, das geht sogar ohne die Mithilfe von Herzog und de Meuron.
Wie man ohne Sonnenschein wohnt, wissen wir auch nicht. Hauptsache ist, auch diese Architekten haben sich ein Denkmal gesetzt.
In Emmerich haben wir auf dem Bunkerboot unser Vorräte aufgefüllt und im Sportboothafen festgemacht.
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Dort haben wir ausgezeichnet und üppig gegessen ...
... und nette Menschen kennen gelernt ...
Weil die bewegbaren Brücken auf der Vecht nur bis um fünf Uhr bedient werden, mussten wir die Route über den Amsterdam Rijn Kanaal wählen und haben es bis in die Smal Vecht geschafft.
Am nächsten Morgen haben sich unsere Gäste verabschiedet und für die nächsten Gäste den Platz geräumt.
Da Ineke und Roland mit dem Auto angereist sind, haben wir die Gelegenheit für einen Grosseinkauf zum ergänzen unserer Vorräte genutzt.
In der Natte Krant wird - trotz des Verbotes seit dem 1. Juni 2008 - fröhlich weiter geraucht. In den Grachten von Weesp hat es immer noch originelle Kunstwerke.
Das sind Gedenktafeln für Menschen, die von den Nazis deportiert und umgebracht worden sind.
Mit Ineke und Roland haben wir eine Rundreise durch Noord und Zuid Holland unternommen: Weesp - Utrecht - Gouda - Leiden - Haarlem - Alkmaar - Weesp.
Obwohl Ineke Niederländerin ist, hat sie diese Gegenden noch nicht gekannt.
Ihre Dienste als Dolmetscherin haben wir sehr geschätzt.
In Gouda haben wir Marco Hoogendijk getroffen. Sein Grossvater und sein Onkel sind noch mit der BACCHUS gefahren, als sie noch GULF 4208 hiess und ein Bunkerboot war.
Marco hat beruflich nichts mehr mit der Schifffahrt zu tun, aber er wohnt auf einem schön renovierten und ausgebauten Schleppboot.
Er hat uns in ein kleines feines Restaurant geführt und wir haben ihn zum Nachtessen eingeladen.
In Leiden haben wir im italienischen Restaurant O Sole Mio ausgezeichnet gegessen.
Der Wirt hat zwar einen italienischen Namen, aber er spricht nur Niederländisch.
Sein behinderter Sohn, der im Restaurant mithilft, hat uns ins Herz geschlossen.Hi
Hier sind früher Gummistiefel und Oelzeug verkauft worden. Heute hat ein Liegenschaftsmakler hier seine Büros.
Das Havenkantoor von Alkmaar ist nicht mehr besetzt. Man muss die Liegegebühr an einem Automaten mit der Kreditkarte bezahlen,
Durch das enge Fahrwasser und die sieben bewegbaren Brücken fahren auch grosse Schiffe.
An de Zaan wimmelt es von schönen, alten Windmühlen. Vermutlich ist das der niederländische Ballenberg.
Die Durchfahrt durch Amsterdam war eindrücklich.
Für eine Seifensiederei ist das ein ziemlich pompöser Turm. Mit diesem Velo fährt vermutlich niemand mehr.
Nachdem sich Ineke und Roland verabschiedet haben, sind wir allein weiter gefahren. Unser nächstes Ziel war unsere zweite Heimat: Friesland.
Das sind die prächtigen Wolkenbilder in Friesland, die man auch auf den Bildern der alten Niederländischen Meister sehen kann.
Selbstverständlich hatten wir auch wieder Het Loopend Tuyg zu Gast an Bord.
Harm Vissers Kamele bewachen immer noch seine Werft.
Hier wird massenhaft Federvieh ermordet.
Auf der Dokkumer Ee ... ... wohnen die Enten in diesen Behausungen, manchmal auch in Milchkannen ...
... sind zahlreiche Aalnetze ausgelegt, die man sorgfältig umfahren muss ...
Eigentlich wollten wir in Zoutkamp übernachten. Dort war aber ein riesiges Hafenfest. Schon die Mole war überbelegt und über den Innenhafen hätte man zu Fuss von einem Ufer zum anderen gehen können.
Das ist Marie-Christines persönlicher Esel. Er heisst nicht Peter. Dieses Busi hat uns an Bord besucht und später noch seine Kollegen eingeladen
Auf den Werften in Zuidbroek werden riesige Schiffe gebaut. Das ist vermutlich das Rohmaterial,
Im Hafen von Zuidbroek hatten wir einen unfrei-willigen Ruhetag, weil am Pfingstmontag die Brücken und Schleusen nicht bedient werden.
Unsere netten australischen Nachbarn haben uns als Entschädigung gratis eine Cabaret-Nummer geboten: wie stellt man in eine Stunde lang ein Sonnenverdeck auf.
Aus dieser alten Fabrik könnte man auch noch eine schöne Beiz machen.
Auf dem Stadskanaal und dem Haren Rütenbrock Kanaal werden fast alle Schleusen und bewegbaren Brücken von Hand bedient, zum Teil mit Bootshaken. Es sind 59 Brücken und 14 Schleusen.
Die Poller sind riesengross. Vermutlich stammen sie von Franz Carl Weber.
Hier hat es - hoffentlich zum letzten Mal - geregnet.
Hier haben wir - hoffentlich zum letzten Mal - den Ofen angefeuert. Es hat wieder ausgesehen, wie wenn wir drei Päbste gewählt hätten.
Auf den deutschen Bahnhöfen ist alles mit deutscher Gründlichkeit vorgeschrieben. Nur hält sich niemand daran.
Ausserdem ist der Bahnhof von Weener gar kein Bahnhof sondern eine Art Tramhüüsli.
letzte Aktualisierung am 12.02.2010 copyright by Peter Rudolf von Rohr