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Das war unsere Fahrt von Colmar auf dem Rhein zu Tal und durch die Niederlande nach Weesp.

Am 30. April haben wir zusammen mit Martin Reidiger, dem Fährimaa der Dalbefähri in Colmar abgelegt und sind nach Breisach gefahren.

Dort ist Helmar Lösch, ein Berufsschiffer mit mehr als dreissig Jahren Erfahrung auf den Binnengewässern mit seiner Frau Lydia an Bord gekommen und wir sind bei steifem Wasser zügig und ohne Probleme zu Tal gefahren.

Marie-Christine ist zum dritten Mal unter kundiger Leitung an der Loreley vorbei gefahren.

 

Zum Glück haben seit einiger Zeit alle Grossschifffahrtsschleusen auf dem Rhein Schwimmpoller.

 

 

Am Dom zu Speyer, Worms, der ältesten Stadt Deutschlands, dem Atomkraftwerk Biblis und zahlreichen Burgen vorbei sind wir zu Tal gefahren.

Lydia und Helmar sind bereits in Emmerich von Bord gegangen, weil Helmar wegen einer Bootsexpertise nach Linz fahren musste.

Den ersten grösseren Halt in den Niederlanden haben wir im Passantenhafen von Nijmegen eingelegt. Dieses Containerschiff hat tatsächlich die Brücke passiert, ohne das Steuerhaus zu beschädigen.

 

Martin ist noch bis Weesp mit uns gefahren und von dort aus mit dem Zug nach Basel gefahren. Marie-Christine ist einen Tag später von Schiphol nach Basel geflogen.

 

Weesp war auf dieser Reise drei Mal unser "Heimathafen".

 

Hier im Hafen hat der Fährimaa Martin grosse Wäsche gemacht.

Das ist Jan, der Havenmeester.

Er war acht Jahre Berufssoldat in der Königlich-Niederländischen Infanterie.

Deshalb hat er eine Flasche Rotwein der Légion Étrangère bekommen.

Wir haben unterwegs drei Mal den Ofen ausgeräumt und geputzt, weil wir meinten, man müsse nicht mehr heizen.

In Weesp dann zum letzten Mal.

Peter hat eine Kaminfegerbürste gebastelt und damit das Kamin gerusst.

 

 

 

Martin hat seine ersten Bitterballen gegessen.

 

In den Grachten von Weesp gibt es allerhand Kunst zu sehen.

 

Das war unsere Beiz: die NATTE KRANT. Bis Ende Juni 2008 durfte man hier noch rauchen.

Am Dienstag nach Pfingsten sind Lisbeth und Ernst Camenzind an Bord gekommen und wir haben eine ausgedehnte, vierzehntägige Reise durch Noord und Zuid Holland unternommen. Dort ist Peter seit seiner ersten  Reise 2003 nicht mehr gefahren. Wir haben viele schöne Wasserwege, Landschaften und Städte gesehen.

Diese Route ist Peter zusammen mit Lisbeth und Ernst Camenzind gefahren.

 

Wir sind zwei Mal durch Amsterdam gefahren.
In Den Helder hat die Königliche Niederländische Marine die BACCHUS bewacht.

In Gouda hat sich ein glücklicher Zufall ereignet: Wir haben in der Schleuse Marco Hoogendijk getroffen. Sein Grossvater Marinus Hoogendijk und sein Onkel Tom Hoogendijk sind noch auf der BACCHUS gefahren, als sie ein Bunkerboot war und GULF 4208 geheissen hat. Er hat Peter versprochen, alte Fotos und noch weitere Unterlagen zu schicken.

Wir sind drei Mal auf der Vecht gefahren. Das ist ein malerischer, enger Fluss, auf dem es im Sommer, vor allem am Wochenende unheimlich viel Verkehr hat. Auf beiden Seiten des Flusses gibt es Seen, auf denen gesegelt wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

An der Vecht stehen die bescheidenen Häuser der Amsterdamer Hafenarbeiter.

Es gibt auch exklusive Wohnboote.

Der Pfau hat extra für uns das Rad geschlagen.

Lisbeth und Ernst hatten ihr Auto in Weesp stehen lassen und sind am 29. Mai 2008 auf Umwegen wieder nach Hause gefahren. Am gleichen Tag sind Emerita und Stephan Stäuble mit ihrem Wagen in Weesp eingetroffen und wir sind zu einer zweiten Reise durch Noord Holland aufgebrochen.

Das war die Reise mit Emerita und Stephan Stäuble durch Noord Holland.

In Alkmaar waren wir insgesamt drei Mal.

Die Einfahrt achteraus in die Stadsgracht ist nicht ganz einfach.

Selbstverständlich waren wir auch auf dem Käsemarkt, der jeden Freitag stattfindet.

Leider ist dieser Anlass zu einer Touristenattraktion verkommen.

Am Freitag, 6. Juni 2008 ist Marie-Christine mit Ihrer Mutter angereist. Am Samstag haben wir einen Ausflug nach Amsterdam unternommen und sind dann am Sonntag über die prächtigen Randmeeren mit einem Zwischenhalt in Elburg weiter gefahren.

 

Elburg ist ein ehemaliger Fischerhafen. In die Stadt kommt man vom Hafen durch ein Stadttor, das früher auch ein Leuchtturm war.

In Kampen haben wir Peters alte Freundin Carin mit ihrer Familie kurz getroffen. Marie-Christines Mutter ist am nächsten Morgen mit dem Zug nach Basel zurück gefahren.
Selbstverständlich waren wir zum Nachtessen in der Chinesenbeiz am Ende der Brücke mit den goldenen Rädern und haben den Buddha begrüsst.

Wir haben eine neue Beiz am Kai entdeckt. Ursprünglich war es ein Wohnhaus, dann eine Bank; einige der alten Glasscheiben sind noch erhalten.

Marie-Christine und Peter sind allein weiter gefahren. Über das Ganzendiep nach Blokzijl und dann nach Franeker.

Dort hat uns - wie immer - eine Delegation von Het Loopend Tuyg an Bord besucht.

Später sind wir über Groningen und die happigen kleinen Kanäle, Stadskanaal, Musselkanaal, Ter Appel Kanaal und Haren Rüttenbrok Kanaal (es gab zwei Tage mit insgesamt 60 bewegbaren Brücken und Schleusen) auf die Ems, eine gezeitenabhängige Grossschifffahrtsstrasse bis nach Weener bei Leer.

Auf diesem Weg sind Marie-Christine und Peter von Weesp nach Weener im deutschen Ostfriesland gefahren.
Dieser Kerl steht in Veendam am Ufer uns spuckt in regelmässigen Abständen in den Kanal oder auf das Deck der vorbeifahrenden Schiffe.

 

Auf dem Stadskanaal gibt es über dreissig bewegbare Brücken und Schleusen. Alle werden mit Muskelkraft betrieben, auch diese Fähre.

Dem Treidler hat man auch ein Denkmal gesetzt.

 

Auf der Ems sind wir zu Tal nach Weener gefahren und haben dort mit Dieter Hoheisel Wiedersehen gefeiert. Dieter hat uns einen Gratis-Liegplatz im künftigen Museumshafen, den er hier einrichten wird,  verschafft, weil die BACCHUS älter als 50 Jahre ist.

Elke und Dieter haben uns zu einem gediegenen Nachtessen in ihrem prächtigen alten Haus am Ufer der Ems eingeladen.

Dei BACCHUS ist in Weener geblieben, weil wir während der Hochsaison nicht fahren wollten. Wir sind für fünf Wochen nach Basel gefahren. In dieser Zeit werden Servicearbeiten an Bord erledigt.

Die Niederländer sind ein Volk von Velofahrern.

Alles wird mit dem Velo transportiert, auch Kinder und Hunde.

 

Natürlich war während unserer Reise durch die Niederlande Fussball gross geschrieben.

Wir haben zwei Fussballspiele in Beizen gesehen. Das war stilvoller und gemütlicher, als in den Basler Fanzonen.

Es war auch niemand besoffen.

 

 

Hayka hat die prächtigen Wolkenbilder, wie sie die niederländischen Meister gemalt haben, aufmerksam betrachtet.

 

Das war die Heimreise: zuerst nach dem niederländischen Friesland, dann durch die Niederlande von Norden nach Süden, in Maastricht nach Belgien, in Givet nach Frankreich, dann einen Schlenker auf der Mosel nach Luxemburg, ein kleines Stück auf der Saar zu Berg durch Deutschland, dann auf dem Rhein-Marne-Kanal nach Strassburg und auf dem Rhinaukanal auf den Rhein. Dort ein kurzes Stück zu Berg nach Breisach, dann auf dem Colmarer Kanal in unseren Winterhafen Colmar.

 

Für die Anreise nach Weener war früh Tagwache. Um 04.00 Uhr sind Melanie, Jörg und Peter im Dalbeloch abgefahren und sie waren um die Mittagszeit in Weener.

Der Mechaniker hat gute Arbeit geleistet: Oel und Filter sind gewechselt, die Batterien sind nachgefüllt, der Motor und die Gasinstallation sind kontrolliert und ein paar kleine Instandstellungsarbeiten sind erledigt.

 

Als erstes haben wir im Steuerhaus zusammen mit Dieter und Rolf Rotwein degustiert.

Dieser Zweimaster aus Holz gehört einem Sozialhilfeempfänger. Er muss ein Riesenleck haben, denn die Feuerwehr konnte ihn - als er abgesoffen ist - auch mit mehreren Pumpen nicht leer pumpen und heben.

Dieser Kahn wird wohl als nächster absaufen, mit dem Leck knapp über der Wasserlinie am Bug.

Auf dieser Reise sind wir nicht mehr über den Stadskanaal gefahren, sondern haben die direkte, kürzere Route über die Ems-Mündung, bzw. den Dollart gewählt.

Es war weniger schlimm, als ich mir vorgestellt hatte. Es ist immerhin die Mündung der Ems in die Nordsee. Wir haben uns beim Hafenmeister nach der besten Abfahrtszeit erkundigt und sind mir ablaufendem Wasser losgefahren.

Wir hatten wenig Wind und kaum Wellengang auf dem Weg nach Delfzijl.

Diesen Kompass haben uns Norma und Fons geschenkt.

Wir haben ihn im Steuerhaus montiert und er hat uns auf dem Dollart und auf anderen grossen stillen Gewässern gute Dienste geleistet.

 

Von Delfzijl sind wir nach Groningen gefahren und am nächsten Tag haben wir - zusammen mit vielen anderen Schiffen - die Stadt durch die unzähligen Hebe- und Drehbrücken verlassen.

In dieser Beiz hätte ich gerne die Beichte abgelegt, aber sie war geschlossen. Für die Ausfahrt aus Groningen werden die Boote in Konvois zusammengefasst und durch die bewegbaren Brücken gelassen. Manchmal wird es schon ein wenig eng.

Von Groningen sind wir über das Reitdiep nach Zoutkamp und anschliessend über das Lauwersmeer und die Dokkumer Ee nach Dokkkum gelangt. Als Gründungsjahr gilt das Jahr 755, als die heidnischen Friesen den englischen Missionar Bonifatius erschlagen haben. Dann ist die Stadt nämlich zum ersten Mal urkundlich erwähnt worden.

Von dort ging die Reise durch die zahlreichen bewegbaren Brücken ohne Halt weiter bis nach Franeker.

Melanie und Jörg haben das Planetarium besichtigt. Die Konstruktion besteht aus Eichenholzrädern und über 10'000 handgeschmiedeten Nägeln, die als Uhrwerk funktionieren, das wie die Schwarzwälderuhren mit neun Gewichten betrieben wird.

In Dokkum haben wir - wie immer - "unseren" Liegplatz vor einer der beiden Windmühlen bezogen. Ein kleiner Teil der heute noch funktionierenden Mechanik des Planetariums das Eise Eisinga zwischen 1774 und 1781 konstruiert hat.

Über den van Harinxma Kanaal haben wir Harlingen erreicht und im Zuidoostsingel angelegt. Wir hatten einen ruhigen Liegplatz mit Landstrom, aber es ist kein Hafenmeister gekommen. Also haben wir das gesparte Geld im Xin Hua mit einem chinesischen Nachtessen verprasst.

Weisungsgemäss hat Peter in Harlingen Kacheln eingekauft, die Marie-Christine später auf der BACCHUS aufgehängt hat.

In diesem Geschäft werden die Kacheln bemalt und gebrannt. Peter hat das Atelier besichtigt und sich von einem der Maler alles erklären lassen. Da dieser aber sehr schnell und erst noch Dialekt gesprochen hat, konnte er höchstes ein Viertel verstehen.

Harm Vissers Kamele hatten offensichtlich ihren freien Tag.

Anstatt die Werft zu bewachen, haben sie an der Sonne geschlafen.

Weiter ging die Fahrt über den Prinses Margriet Kanaal, wo wir an einer Insel für die Nacht fest gemacht haben. Auf der Insel befindet sich das ausgezeichnete Restaurant Trye Hûs. Das Personal kommt mit dem Boot zur Arbeit.

Nach dem Durchqueren von drei Seen - Sneeker Meer, Koevorder Meer und Groote Brekken - haben wir die Stadt Lemmer erreicht. Die Stadt war bumsvoll, weil ein Schiffertreffen stattgefunden hat. Der Hafenmeister hat uns einen Platz längsseits des Fischkutters ZEVENWOLDEN zugewiesen.

Die nächste Station war Kampen. Wir haben die Stadt über die langweilige Lemster Vaart, die Zwolse Vaart und das malerische Ganzendiep erreicht.

Für Melanie und Jörg war es die letzte Nacht an Bord. Sie sind am Morgen nach Weener abgereist, um mit ihrem Auto nach Basel zurückzukehren. Dafür ist Kees an Bord gekommen. Gegen Abend haben Carin und Paul Will Rosmüller an Bord gebracht und wir sind zusammen ins Restaurant Wok Cuisine zum Essen gegangen.

Diesen Viermaster haben wir noch ablegen sehen.

Am Ende dieser prächtigen Brücke befindet sich ein ausgezeichnetes chinesisches Restaurant.

Wir haben Carin und Paul zum Nachtessen getroffen.

Diese Kuh hängt an bestimmten Tagen am Turm des Rathauses, aber jetzt hat sie Ferien, die sie an Bord dieses Schiffes verbringt.

Weiter ging es auf der IJssel zu Berg. Der nächste Halt war Deventer. Die Strömung hat zugenommen. Auf dem Pannerdens Kanaal war sie schwächer als auch schon. Auf der ruppigen Waal ging es dann zügig mit der starken Strömung mit 15 km / h zu Tal nach Nijmegen.

Das war unser Liegplatz in Nijmegen.

Genau als Marie-Christine und Felix zu Fuss vom Bahnhof zum Hafen unterwegs waren, hat ein Platzregen eingesetzt.

Über den Maas Waal Kanaal haben wir die Maas erreicht und sind bei geringer Strömung zu Berg gefahren. Die nächste Station war der Hafen Wanssum.

Im Hafen lag ein Mordsding von einem Schiff. Mit diesem Ungetüm ist eine Band aus Österreich auf Tour. Wir mussten warten, bis das Schiff den Hafen verlassen hatte (es ist mit einem Schlepper hinausgeschleppt worden), damit wir an unserem Liegplatz festmachen konnten.

 

Im Hafen haben wir Heinz kennen gelernt. Er ist ganz allein mit seiner Stahlyacht WANDERING STAR unterwegs.

Er war in ganz Skandinavien, Finnland und Russland.

Wir haben bis nach Toul mit ihm geschleust und einige Abende mit ihm verbracht, bei ihm und bei uns an Bord.

Auf der Maas zu Berg haben wir Roermond erreicht. Dort ist Marie-Christine von Bord gegangen und nach Basel zur Arbeit gefahren.

Roermond ist voll von skurrilen Skulpturen. Die meisten stellen Figuren aus der Oper Schinderhannes dar, die in Roermond uraufgeführt worden ist.

Dieses Glockenspiel steht am Marktplatz.

Von der Steenen Brug wird als Abschluss des Karnevals die Figur Bacchus in die Roer geworfen.

Wir sind weiter auf der Maas zu Berg gefahren, bis der Fluss Meuse hiess; dann waren wir in Belgien. In Namur haben wir sicherheitshalber noch 250 Liter Diesel getankt, damit es sicher bis Luxemburg reicht.

Der nächste Halt war Lüttich.

Dieser Handständer (nicht Randständige) steht über der Einfahrt in den Jachthafen Lüttich.

Die Architekten haben sich alle Mühe gegeben, die Wasserfront der Stadt zu versauen; es gibt aber auch noch einige schöne alte Bauten die erhalten sind.

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Wenn man Lüttich verlässt, fährt man stundenlang an Industriebauten vorbei.

Alles was stinkt oder dreckig ist, wird ungeniert ins Wasser oder in die Luft gelassen.

Die nächste Etappe wäre eigentlich bis Dinant geplant gewesen. An diesem Tag hat aber ein Badewannenrennen mit selbst gebastelten Schiffen stattgefunden. Aus diesem Grund hat man sämtliche Liegplätze in der Stadt gesperrt.

Deshalb sind wir nach Waulsort weiter gefahren. Ein ruhiger Hafen mit einer schönen Hafenbeiz und einer Fähre ins gegenüberliegende Dorf.

Hier hätten wir eigentlich festgemacht.

Wegen dieses Sauglattismus-Anlasses waren alle Liegplätze gesperrt.

In Waulsort gibt es noch eine von Hand betriebene Fähre.

Es ist Herbst geworden. Mit Morgennebel und den ersten leicht farbigen Blättern.

In Hastière haben wir unseren letzten Halt in Belgien gemacht, eingekauft, das letzte belgische Bier getrunken und die schlichte romanische Kirche besichtigt.

Dann ging die Reise weiter nach Fumay, wo wir Heinz wieder eingeholt haben.

Das nächste Ziel war Charleville-Mézières.

Dort ist Will von Bord gegangen und nach Utrecht gefahren.

Der nächste Liegplatz war Mouzon, dann ging es weiter nach Dun-sur-Meuse.

 

Die romanische Kirch in Hastière ist absolut sehenswert.

Das lokal gebraute Bier schmeckt ausgezeichnet und die Gläser sind schön.

Zwei davon sind jetzt an Bord (gekauft, nicht gestohlen).

 

Auf dem verlotterten und verrotteten Canal de l'Est sind wir weiter gefahren und haben in Pagny-sur-Meuse übernachtet.

Hier sind die Schleusen automatisiert und werden mit der Fernbedienung ausgelöst. Meistens funktionieren sie.

Die nächste Station war Toul. Dort haben wir nochmals mit Heinz gespeist; es war das Abschiedsessen, weil er am nächsten Tag Richtung Nancy weitergefahren ist und wir nach Metz.

 

Es lohnt sich, die Kathedrale von Toul anzusehen.

Durch dieses Tor - es ist ein Überrest der ehemaligen Vauban-Festung - verlässt man Toul auf dem Wasserweg.

Von Toul aus sind wir auf der Mosel zu Tal gefahren. Der nächste Halt war Pont-à-Mousson. Dann ging es weiter nach Metz.

Felix hat eine prächtige Beiz entdeckt: Chez Thierry.

In Metz ist Felix von Bord gegangen und ich bin ein paar Tage gelegen. Es war interessant. Eines morgens hat man eine Wasserleiche im Hafen geborgen und der Schreiner, den ich bestellt hatte, ist einfach nicht gekommen. Vive la Grande Nation.

 

Metz ist eine alte, sehenswerte Garnisonsstadt mit einer grossen Vergangenheit.

Das Abschiedsessen mit Felix und das Begrüssungsessen mit Marie-Christine und Freddy haben im Restaurant Chez Thierry stattgefunden.

Marie-Christine und Freddy sind in Metz an Bord gekommen. Wir sind zusammen nach Thionville gefahren und von dort nach Schwebsingen in Luxemburg, wo wir 750 Liter günstiges Diesel gebunkert haben. Zum Nachtessen hat uns unser alter Dienstkollege Yves Bourgnon, ehemaliger Wachtmeister in der Füs Kp I/54 abgeholt und bei sich zuhause eingeladen. Seine Frau Monique hat ausgezeichnet gekocht.

 

Die Städte am Ufer der Mosel haben durchwegs originelle Namen.

Wir haben die Mosel verlassen und sind auf der malerischen Saar zu Berg gefahren. Die Grossschifffahrtsschleusen haben per Funk ausgezeichnet funktioniert.

Der nächste Halt war in Saarbrücken. Der Hafenmeister hat es nicht für nötig gefunden, am Abend zu kassieren. Am nächsten Morgen ist er erst eingetroffen, kurz nachdem wir abgelegt hatten. Schade für ihn. Wir haben Geld gespart.

Saarbrücken hat schöne alte Häuser. Leider ist der Jachthafen ziemlich weit von der Stadt entfernt.

Die Feuerwehr Saarbrücken hat extra für uns eine Löschdemonstration veranstaltet.

Der nächste Halt war Wittring. Ein kleiner, netter Hafen mit einem gut geführten Restaurant gleich nebenan.

Die Schleusen auf dem Saarkanal sind zwar alt, aber gut unterhalten und der Nachwuchs ist auch sichergestellt.

In Mittersheim war der letzte Mannschaftswechsel: Freddy ist von Bord gegangen und an seiner Stelle sind Katharina und Rino als neue Gäste eingetroffen.

Freddy hat uns zum Abschiedsessen ins Restaurant l'Éscale eingeladen.

Am Sonntagvormittag war in Mittersheim Flohmarkt.

Nach einem Zwischenhalt in Hesse haben wir durch die beiden Tunnels von Arzviller das Schiffshebewerk erreicht und sind zu Tal gefahren. Die Höhendifferenz beträgt 45 Meter. Am Nachmittag haben wir in Saverne angelegt.

Der erste Tunnel und das Schiffshebewerk.

Eigentlich wollten wir nur bis Souffelweyersheim fahren, um am nächsten Tag in Strasbourg bei der Fremdenlegion  Wein zu kaufen. Weil aber Caporal-Chef Miltz dann in Metz war, haben wir beschlossen durchzufahren.

Der Einkauf war erfolgreich, aber die Weiterfahrt weniger. Alle Beizen waren geschlossen und wir haben illegal in der Schleuse 83 übernachtet.

Wie viele Flaggen werden hier wohl noch aufgehängt?

Heute bauen alle Architekten Fassaden, in denen sich die alten Häuser spiegeln können. Das wird so lange gehen, bis sich nur noch Spiegelfassaden in den Spiegelfassaden spiegeln.

 

Selbstverständlich haben wir wieder bei der Fremdenlegion Wein gekauft. Diesmal war es ein Grosseinkauf für den runden Geburtstag von Marie-Christine.

Caporal-Chef Miltz hat uns den Wein - wie immer - mit seinem Dienstwagen an Bord gebracht.

Selbstverständlich hat Hayka die Bewachung an Bord übernommen.

 

Die nächste Station war Boofzheim. Unterhalb des Hafens ist eine Schleuse, aber das Seil, um diese auszulösen ist ein paar hundert Meter oberhalb des Hafens. Der Kanal ist zu schmal, um die BACCHUS zu wenden.

Also haben wir mit dem Schleusenwärter geredet und dieser hat uns versprochen, die Schleuse um neun Uhr vorzubereiten.

Am Morgen war Nebel angesagt. Für die Fahrt auf dem Rhinaukanal hat die Sicht gereicht, für den Rhein nicht.

Also haben wir vor der Rheinschleuse gewartet, bis die Sicht ausreichend war.

Dann haben wir ohne grosse Wartezeiten auf dem Rhein zu Berg geschleust.

 

In Breisach haben wir - wie immer am Steiger ausserhalb des Hafens festgemacht und sind zum Nachtessen in den Kaiserstühler Hof gegangen.
   

 

Diese zwei Sprüche haben wir uns gemerkt.

 

 
Der Herbst ist jetzt wirklich gekommen. Auf dem Colmarer Kanal haben wir zum ersten Mal wieder geheizt.

Es hat ausgesehen, als hätten wir drei Päpste gewählt.

  Kurz vor Mittag sind wir durch die Écluse de l'Ill in unseren Winterhafen Colmar eingefahren.

Rino hat uns zum Nachtessen ins Restaurant Chasseur eingeladen.

     
Die Saison ist zu Ende. Die BACCHUS hat 267 Schleusen, 290 bewegbare Brücken, 4 Tunnels und ein Schiffshebewerk passiert und dabei 3'451 km in 485 Betriebsstunden zurück gelegt.

Soodeli. Jetzt bleibt noch ein wenig Arbeit:

Das Boot aufräumen, die gelesenen Bücher nach Hause nehmen, Fotos einkleben und die nächste Saison planen.

     
 
    letzte Aktualisierung am 08.10.2008

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