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Das war unsere
Fahrt von Colmar auf dem Rhein zu Tal und durch die
Niederlande nach Weesp. |
Am 30. April haben
wir zusammen mit Martin Reidiger, dem Fährimaa der Dalbefähri in
Colmar abgelegt und sind nach Breisach gefahren.
Dort ist Helmar
Lösch, ein Berufsschiffer mit mehr als dreissig Jahren Erfahrung auf
den Binnengewässern mit seiner Frau Lydia an Bord gekommen und wir
sind bei steifem Wasser zügig und ohne Probleme zu Tal gefahren.
Marie-Christine ist
zum dritten Mal unter kundiger Leitung an der Loreley vorbei
gefahren.
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Zum Glück
haben seit einiger Zeit alle Grossschifffahrtsschleusen auf
dem Rhein Schwimmpoller. |
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Am Dom zu
Speyer, Worms, der ältesten Stadt Deutschlands, dem
Atomkraftwerk Biblis und zahlreichen Burgen vorbei sind wir
zu Tal gefahren. |
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Lydia und Helmar
sind bereits in Emmerich von Bord gegangen, weil Helmar wegen einer
Bootsexpertise nach Linz fahren musste.
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Den ersten
grösseren Halt in den Niederlanden haben wir im
Passantenhafen von Nijmegen eingelegt. Dieses
Containerschiff hat tatsächlich die Brücke passiert, ohne
das Steuerhaus zu beschädigen. |
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Martin ist
noch bis Weesp mit uns gefahren und von dort aus mit dem Zug
nach Basel gefahren. Marie-Christine ist einen Tag später
von Schiphol nach Basel geflogen.
Weesp war auf
dieser Reise drei Mal unser "Heimathafen". |
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Hier im
Hafen hat der Fährimaa Martin grosse Wäsche gemacht. |
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Das ist
Jan, der Havenmeester.
Er war acht
Jahre Berufssoldat in der Königlich-Niederländischen
Infanterie.
Deshalb hat
er eine Flasche Rotwein der Légion Étrangère bekommen. |
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Wir haben
unterwegs drei Mal den Ofen ausgeräumt und geputzt, weil wir
meinten, man müsse nicht mehr heizen.
In Weesp dann
zum letzten Mal.
Peter hat eine
Kaminfegerbürste gebastelt und damit das Kamin gerusst. |
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Martin hat
seine ersten Bitterballen gegessen. |

In den
Grachten von Weesp gibt es allerhand Kunst zu sehen. |
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Das war
unsere Beiz: die NATTE KRANT. Bis Ende Juni 2008 durfte man
hier noch rauchen. |
Am Dienstag nach
Pfingsten sind Lisbeth und Ernst Camenzind an Bord gekommen und wir
haben eine ausgedehnte, vierzehntägige Reise durch Noord und Zuid
Holland unternommen. Dort ist Peter seit seiner ersten Reise
2003 nicht mehr gefahren. Wir haben viele schöne Wasserwege,
Landschaften und Städte gesehen.
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Diese Route
ist Peter zusammen mit Lisbeth und Ernst Camenzind gefahren. |
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Wir sind
zwei Mal durch Amsterdam gefahren. |
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In Den
Helder hat die Königliche Niederländische Marine die BACCHUS
bewacht. |
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In Gouda hat sich
ein glücklicher Zufall ereignet: Wir haben in der Schleuse Marco
Hoogendijk getroffen. Sein Grossvater Marinus Hoogendijk und sein
Onkel Tom Hoogendijk sind noch auf der BACCHUS gefahren, als sie ein
Bunkerboot war und GULF 4208 geheissen hat. Er hat Peter
versprochen, alte Fotos und noch weitere Unterlagen zu schicken.
Wir sind drei Mal
auf der Vecht gefahren. Das ist ein malerischer, enger Fluss, auf
dem es im Sommer, vor allem am Wochenende unheimlich viel Verkehr
hat. Auf beiden Seiten des Flusses gibt es Seen, auf denen gesegelt
wird.
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An der
Vecht stehen die bescheidenen Häuser der Amsterdamer
Hafenarbeiter.
Es gibt
auch exklusive Wohnboote.
Der Pfau
hat extra für uns das Rad geschlagen. |
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Lisbeth und Ernst
hatten ihr Auto in Weesp stehen lassen und sind am 29. Mai 2008 auf
Umwegen wieder nach Hause gefahren. Am gleichen Tag sind Emerita und
Stephan Stäuble mit ihrem Wagen in Weesp eingetroffen und wir sind
zu einer zweiten Reise durch Noord Holland aufgebrochen.
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Das war die
Reise mit Emerita und Stephan Stäuble durch Noord Holland. |

In Alkmaar
waren wir insgesamt drei Mal.
Die Einfahrt
achteraus in die Stadsgracht ist nicht ganz einfach.
Selbstverständlich waren wir auch auf dem Käsemarkt, der
jeden Freitag stattfindet.
Leider ist
dieser Anlass zu einer Touristenattraktion verkommen. |
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Am Freitag, 6. Juni
2008 ist Marie-Christine mit Ihrer Mutter angereist. Am Samstag
haben wir einen Ausflug nach Amsterdam unternommen und sind dann am
Sonntag über die prächtigen Randmeeren mit einem Zwischenhalt in
Elburg weiter gefahren.
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Selbstverständlich waren wir zum Nachtessen in der
Chinesenbeiz am Ende der Brücke mit den goldenen Rädern und
haben den Buddha begrüsst.
Wir haben eine
neue Beiz am Kai entdeckt. Ursprünglich war es ein Wohnhaus,
dann eine Bank; einige der alten Glasscheiben sind noch
erhalten. |
Marie-Christine und
Peter sind allein weiter gefahren. Über das Ganzendiep nach Blokzijl
und dann nach Franeker.
Dort hat uns - wie
immer - eine Delegation von Het Loopend Tuyg an Bord besucht.
Später sind wir
über Groningen und die happigen kleinen Kanäle,
Stadskanaal, Musselkanaal, Ter Appel Kanaal und Haren Rüttenbrok
Kanaal (es gab zwei Tage mit insgesamt 60 bewegbaren Brücken und
Schleusen) auf die Ems, eine gezeitenabhängige
Grossschifffahrtsstrasse bis nach Weener bei Leer.
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Auf diesem
Weg sind Marie-Christine und Peter von Weesp nach Weener im
deutschen Ostfriesland gefahren. |
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Dieser Kerl
steht in Veendam am Ufer uns spuckt in regelmässigen
Abständen in den Kanal oder auf das Deck der vorbeifahrenden
Schiffe. |
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Auf dem
Stadskanaal gibt es über dreissig bewegbare Brücken und
Schleusen. Alle werden mit Muskelkraft betrieben, auch diese
Fähre.
Dem Treidler
hat man auch ein Denkmal gesetzt.
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Auf der Ems sind
wir zu Tal nach Weener gefahren und haben dort mit Dieter Hoheisel
Wiedersehen gefeiert. Dieter hat uns einen Gratis-Liegplatz im
künftigen Museumshafen, den er hier einrichten wird,
verschafft, weil die BACCHUS älter als 50 Jahre ist.
Elke und Dieter
haben uns zu einem gediegenen Nachtessen in ihrem prächtigen alten
Haus am Ufer der Ems eingeladen.
Dei BACCHUS ist in
Weener geblieben, weil wir während der Hochsaison nicht fahren
wollten. Wir sind für fünf Wochen nach Basel gefahren. In dieser
Zeit werden Servicearbeiten an Bord erledigt.
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Die
Niederländer sind ein Volk von Velofahrern.
Alles wird mit
dem Velo transportiert, auch Kinder und Hunde. |
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Natürlich war
während unserer Reise durch die Niederlande Fussball gross
geschrieben.
Wir haben zwei
Fussballspiele in Beizen gesehen. Das war stilvoller und
gemütlicher, als in den Basler Fanzonen.
Es war auch
niemand besoffen. |
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Hayka hat die
prächtigen Wolkenbilder, wie sie die niederländischen
Meister gemalt haben, aufmerksam betrachtet. |
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Das war die
Heimreise: zuerst nach dem niederländischen Friesland, dann
durch die Niederlande von Norden nach Süden, in Maastricht
nach Belgien, in Givet nach Frankreich, dann einen Schlenker
auf der Mosel nach Luxemburg, ein kleines Stück auf der Saar
zu Berg durch Deutschland, dann auf dem Rhein-Marne-Kanal
nach Strassburg und auf dem Rhinaukanal auf den Rhein. Dort
ein kurzes Stück zu Berg nach Breisach, dann auf dem
Colmarer Kanal in unseren Winterhafen Colmar. |
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Für
die Anreise nach Weener war früh Tagwache. Um 04.00 Uhr sind
Melanie, Jörg und Peter im Dalbeloch abgefahren und sie
waren um die Mittagszeit in Weener.
Der
Mechaniker hat gute Arbeit geleistet: Oel und Filter sind
gewechselt, die Batterien sind nachgefüllt, der Motor und
die Gasinstallation sind kontrolliert und ein paar kleine
Instandstellungsarbeiten sind erledigt.
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Als erstes
haben wir im Steuerhaus zusammen mit Dieter und Rolf Rotwein
degustiert. |
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Dieser
Zweimaster aus Holz gehört einem Sozialhilfeempfänger. Er
muss ein Riesenleck haben, denn die Feuerwehr konnte ihn -
als er abgesoffen ist - auch mit mehreren Pumpen nicht leer
pumpen und heben. |
Dieser Kahn
wird wohl als nächster absaufen, mit dem Leck knapp über der
Wasserlinie am Bug. |
Auf dieser Reise
sind wir nicht mehr über den Stadskanaal gefahren, sondern haben die
direkte, kürzere Route über die Ems-Mündung, bzw. den Dollart
gewählt.
Es war weniger
schlimm, als ich mir vorgestellt hatte. Es ist immerhin die Mündung
der Ems in die Nordsee. Wir haben uns beim Hafenmeister nach der
besten Abfahrtszeit erkundigt und sind mir ablaufendem Wasser
losgefahren.
Wir hatten wenig
Wind und kaum Wellengang auf dem Weg nach Delfzijl.
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Diesen Kompass
haben uns Norma und Fons geschenkt.
Wir haben ihn
im Steuerhaus montiert und er hat uns auf dem Dollart und
auf anderen grossen stillen Gewässern gute Dienste
geleistet. |
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Von
Delfzijl sind wir nach Groningen gefahren und am nächsten
Tag haben wir - zusammen mit vielen anderen Schiffen - die
Stadt durch die unzähligen Hebe- und Drehbrücken verlassen. |
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In dieser
Beiz hätte ich gerne die Beichte abgelegt, aber sie war
geschlossen. |
Für die
Ausfahrt aus Groningen werden die Boote in Konvois
zusammengefasst und durch die bewegbaren Brücken gelassen.
Manchmal wird es schon ein wenig eng. |
Von Groningen sind
wir über das Reitdiep nach Zoutkamp und anschliessend über das
Lauwersmeer und die Dokkumer Ee nach Dokkkum gelangt. Als
Gründungsjahr gilt das Jahr 755, als die heidnischen Friesen den
englischen Missionar Bonifatius erschlagen haben. Dann ist die Stadt
nämlich zum ersten Mal urkundlich erwähnt worden.
Von dort ging die
Reise durch die zahlreichen bewegbaren Brücken ohne Halt weiter bis
nach Franeker.
Melanie und Jörg
haben das Planetarium besichtigt. Die Konstruktion besteht aus
Eichenholzrädern und über 10'000 handgeschmiedeten Nägeln, die als
Uhrwerk funktionieren, das wie die Schwarzwälderuhren mit neun
Gewichten betrieben wird.
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In Dokkum
haben wir - wie immer - "unseren" Liegplatz vor einer der
beiden Windmühlen bezogen. |
Ein kleiner
Teil der heute noch funktionierenden Mechanik des
Planetariums das Eise Eisinga zwischen 1774 und 1781
konstruiert hat. |
Über den van
Harinxma Kanaal haben wir Harlingen erreicht und im Zuidoostsingel
angelegt. Wir hatten einen ruhigen Liegplatz mit Landstrom, aber es
ist kein Hafenmeister gekommen. Also haben wir das gesparte Geld im
Xin Hua mit einem chinesischen Nachtessen verprasst.
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Weisungsgemäss
hat Peter in Harlingen Kacheln eingekauft, die
Marie-Christine später auf der BACCHUS aufgehängt hat.
In diesem
Geschäft werden die Kacheln bemalt und gebrannt. Peter hat
das Atelier besichtigt und sich von einem der Maler alles
erklären lassen. Da dieser aber sehr schnell und erst noch
Dialekt gesprochen hat, konnte er höchstes ein Viertel
verstehen. |
Harm Vissers
Kamele hatten offensichtlich ihren freien Tag.
Anstatt die
Werft zu bewachen, haben sie an der Sonne geschlafen. |
Weiter ging die
Fahrt über den Prinses Margriet Kanaal, wo wir an einer Insel für
die Nacht fest gemacht haben. Auf der Insel befindet sich das
ausgezeichnete Restaurant Trye Hûs. Das Personal kommt mit dem Boot
zur Arbeit.
Nach dem
Durchqueren von drei Seen - Sneeker Meer, Koevorder Meer und Groote
Brekken - haben wir die Stadt Lemmer erreicht. Die Stadt war
bumsvoll, weil ein Schiffertreffen stattgefunden hat. Der
Hafenmeister hat uns einen Platz längsseits des Fischkutters
ZEVENWOLDEN zugewiesen.
Die nächste Station
war Kampen. Wir haben die Stadt über die langweilige Lemster Vaart,
die Zwolse Vaart und das malerische Ganzendiep erreicht.
Für Melanie und
Jörg war es die letzte Nacht an Bord. Sie sind am Morgen nach Weener
abgereist, um mit ihrem Auto nach Basel zurückzukehren. Dafür ist
Kees an Bord gekommen. Gegen Abend haben Carin und Paul Will
Rosmüller an Bord gebracht und wir sind zusammen ins Restaurant Wok
Cuisine zum Essen gegangen.
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Diesen
Viermaster haben wir noch ablegen sehen. |
Am Ende dieser
prächtigen Brücke befindet sich ein ausgezeichnetes
chinesisches Restaurant. |
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Wir haben
Carin und Paul zum Nachtessen getroffen. |
Diese Kuh
hängt an bestimmten Tagen am Turm des Rathauses, aber jetzt
hat sie Ferien, die sie an Bord dieses Schiffes verbringt. |
Weiter ging es auf
der IJssel zu Berg. Der nächste Halt war Deventer. Die Strömung hat
zugenommen. Auf dem Pannerdens Kanaal war sie schwächer als auch
schon. Auf der ruppigen Waal ging es dann zügig mit der starken
Strömung mit 15 km / h zu Tal nach Nijmegen.
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Das war
unser Liegplatz in Nijmegen. |
Genau als
Marie-Christine und Felix zu Fuss vom Bahnhof zum Hafen
unterwegs waren, hat ein Platzregen eingesetzt. |
Über den Maas Waal
Kanaal haben wir die Maas erreicht und sind bei geringer Strömung zu
Berg gefahren. Die nächste Station war der Hafen Wanssum.

Im Hafen
lag ein Mordsding von einem Schiff. Mit diesem Ungetüm ist
eine Band aus Österreich auf Tour. Wir mussten warten, bis
das Schiff den Hafen verlassen hatte (es ist mit einem
Schlepper hinausgeschleppt worden), damit wir an unserem
Liegplatz festmachen konnten. |
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Im Hafen haben
wir Heinz kennen gelernt. Er ist ganz allein mit seiner
Stahlyacht WANDERING STAR unterwegs.
Er war in ganz
Skandinavien, Finnland und Russland.
Wir haben
bis nach Toul mit ihm geschleust und einige Abende mit ihm
verbracht, bei ihm und bei uns an Bord. |
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Auf der Maas zu
Berg haben wir Roermond erreicht. Dort ist Marie-Christine von Bord
gegangen und nach Basel zur Arbeit gefahren.
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Roermond ist
voll von skurrilen Skulpturen. Die meisten stellen Figuren
aus der Oper Schinderhannes dar, die in Roermond
uraufgeführt worden ist. |
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Dieses
Glockenspiel steht am Marktplatz. |
Von der
Steenen Brug wird als Abschluss des Karnevals die Figur
Bacchus in die Roer geworfen. |
Wir sind weiter auf
der Maas zu Berg gefahren, bis der Fluss Meuse hiess; dann waren wir
in Belgien. In Namur haben wir sicherheitshalber noch 250 Liter
Diesel getankt, damit es sicher bis Luxemburg reicht.
Der nächste Halt
war Lüttich.
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Dieser
Handständer (nicht Randständige) steht über der Einfahrt in
den Jachthafen Lüttich.
Die
Architekten haben sich alle Mühe gegeben, die Wasserfront
der Stadt zu versauen; es gibt aber auch noch einige schöne
alte Bauten die erhalten sind. |
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Wenn man
Lüttich verlässt, fährt man stundenlang an Industriebauten
vorbei.
Alles was
stinkt oder dreckig ist, wird ungeniert ins Wasser oder in
die Luft gelassen. |
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Die nächste Etappe
wäre eigentlich bis Dinant geplant gewesen. An diesem Tag hat aber
ein Badewannenrennen mit selbst gebastelten Schiffen stattgefunden.
Aus diesem Grund hat man sämtliche Liegplätze in der Stadt gesperrt.
Deshalb sind wir
nach Waulsort weiter gefahren. Ein ruhiger Hafen mit einer schönen
Hafenbeiz und einer Fähre ins gegenüberliegende Dorf.

Hier hätten
wir eigentlich festgemacht. |

Wegen
dieses Sauglattismus-Anlasses waren alle Liegplätze
gesperrt. |

In Waulsort
gibt es noch eine von Hand betriebene Fähre. |
Es ist Herbst
geworden. Mit Morgennebel und den ersten leicht farbigen
Blättern.
In Hastière
haben wir unseren letzten Halt in Belgien gemacht,
eingekauft, das letzte belgische Bier getrunken und die
schlichte romanische Kirche besichtigt.
Dann ging
die Reise weiter nach Fumay, wo wir Heinz wieder eingeholt
haben.
Das nächste
Ziel war Charleville-Mézières.
Dort ist
Will von Bord gegangen und nach Utrecht gefahren.
Der nächste
Liegplatz war Mouzon, dann ging es weiter nach
Dun-sur-Meuse. |
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Die romanische
Kirch in Hastière ist absolut sehenswert.
Das lokal
gebraute Bier schmeckt ausgezeichnet und die Gläser sind
schön.
Zwei davon
sind jetzt an Bord (gekauft, nicht gestohlen). |
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Auf dem
verlotterten und verrotteten Canal de l'Est sind wir weiter
gefahren und haben in Pagny-sur-Meuse übernachtet.
Hier sind die
Schleusen automatisiert und werden mit der Fernbedienung
ausgelöst. Meistens funktionieren sie.
Die nächste
Station war Toul. Dort haben wir nochmals mit Heinz
gespeist; es war das Abschiedsessen, weil er am nächsten Tag
Richtung Nancy weitergefahren ist und wir nach Metz. |
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Es lohnt sich,
die Kathedrale von Toul anzusehen.
Durch dieses
Tor - es ist ein Überrest der ehemaligen Vauban-Festung -
verlässt man Toul auf dem Wasserweg. |
Von Toul aus sind
wir auf der Mosel zu Tal gefahren. Der nächste Halt war
Pont-à-Mousson. Dann ging es weiter nach Metz.
Felix hat eine
prächtige Beiz entdeckt: Chez Thierry.
In Metz ist Felix
von Bord gegangen und ich bin ein paar Tage gelegen. Es war
interessant. Eines morgens hat man eine Wasserleiche im Hafen
geborgen und der Schreiner, den ich bestellt hatte, ist einfach
nicht gekommen. Vive la Grande Nation.
Metz ist eine alte,
sehenswerte Garnisonsstadt mit einer grossen Vergangenheit.
Das Abschiedsessen
mit Felix und das Begrüssungsessen mit Marie-Christine und Freddy
haben im Restaurant Chez Thierry stattgefunden.
Marie-Christine und
Freddy sind in Metz an Bord gekommen. Wir sind zusammen nach
Thionville gefahren und von dort nach Schwebsingen in Luxemburg, wo
wir 750 Liter günstiges Diesel gebunkert haben. Zum Nachtessen hat
uns unser alter Dienstkollege Yves Bourgnon, ehemaliger Wachtmeister
in der Füs Kp I/54 abgeholt und bei sich zuhause eingeladen. Seine
Frau Monique hat ausgezeichnet gekocht.

Die Städte
am Ufer der Mosel haben durchwegs originelle Namen. |
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Wir haben die Mosel
verlassen und sind auf der malerischen Saar zu Berg gefahren. Die
Grossschifffahrtsschleusen haben per Funk ausgezeichnet
funktioniert.
Der nächste Halt
war in Saarbrücken. Der Hafenmeister hat es nicht für nötig
gefunden, am Abend zu kassieren. Am nächsten Morgen ist er erst
eingetroffen, kurz nachdem wir abgelegt hatten. Schade für ihn. Wir
haben Geld gespart.
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Saarbrücken
hat schöne alte Häuser. Leider ist der Jachthafen ziemlich
weit von der Stadt entfernt.
Die Feuerwehr
Saarbrücken hat extra für uns eine Löschdemonstration
veranstaltet. |
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Der nächste Halt
war Wittring. Ein kleiner, netter Hafen mit einem gut geführten
Restaurant gleich nebenan.
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Die Schleusen
auf dem Saarkanal sind zwar alt, aber gut unterhalten und
der Nachwuchs ist auch sichergestellt. |
In Mittersheim war
der letzte Mannschaftswechsel: Freddy ist von Bord gegangen und an
seiner Stelle sind Katharina und Rino als neue Gäste eingetroffen.
Freddy hat uns zum
Abschiedsessen ins Restaurant l'Éscale eingeladen.

Am
Sonntagvormittag war in Mittersheim Flohmarkt. |
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Nach einem
Zwischenhalt in Hesse haben wir durch die beiden Tunnels von
Arzviller das Schiffshebewerk erreicht und sind zu Tal gefahren. Die
Höhendifferenz beträgt 45 Meter. Am Nachmittag haben wir in Saverne
angelegt.
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Der erste
Tunnel und das Schiffshebewerk. |
Eigentlich wollten
wir nur bis Souffelweyersheim fahren, um am nächsten Tag in
Strasbourg bei der Fremdenlegion Wein zu kaufen. Weil aber
Caporal-Chef Miltz dann in Metz war, haben wir beschlossen
durchzufahren.
Der Einkauf war
erfolgreich, aber die Weiterfahrt weniger. Alle Beizen waren
geschlossen und wir haben illegal in der Schleuse 83 übernachtet.
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Wie viele
Flaggen werden hier wohl noch aufgehängt? |
Heute bauen
alle Architekten Fassaden, in denen sich die alten Häuser
spiegeln können. Das wird so lange gehen, bis sich nur noch
Spiegelfassaden in den Spiegelfassaden spiegeln. |

Selbstverständlich haben wir wieder bei der Fremdenlegion
Wein gekauft. Diesmal war es ein Grosseinkauf für den runden
Geburtstag von Marie-Christine.
Caporal-Chef Miltz hat uns den Wein - wie immer - mit seinem
Dienstwagen an Bord gebracht.
Selbstverständlich hat Hayka die Bewachung an Bord
übernommen. |
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Die nächste
Station war Boofzheim. Unterhalb des Hafens ist eine
Schleuse, aber das Seil, um diese auszulösen ist ein paar
hundert Meter oberhalb des Hafens. Der Kanal ist zu schmal,
um die BACCHUS zu wenden.
Also haben wir
mit dem Schleusenwärter geredet und dieser hat uns
versprochen, die Schleuse um neun Uhr vorzubereiten.
Am Morgen
war Nebel angesagt. Für die Fahrt auf dem Rhinaukanal hat
die Sicht gereicht, für den Rhein nicht.
Also haben
wir vor der Rheinschleuse gewartet, bis die Sicht
ausreichend war.
Dann haben
wir ohne grosse Wartezeiten auf dem Rhein zu Berg
geschleust. |
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In Breisach
haben wir - wie immer am Steiger ausserhalb des Hafens
festgemacht und sind zum Nachtessen in den Kaiserstühler Hof
gegangen. |
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Diese zwei
Sprüche haben wir uns gemerkt. |
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Der Herbst ist
jetzt wirklich gekommen. Auf dem Colmarer Kanal haben wir
zum ersten Mal wieder geheizt.
Es hat
ausgesehen, als hätten wir drei Päpste gewählt. |
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Kurz vor
Mittag sind wir durch die Écluse de l'Ill in unseren
Winterhafen Colmar eingefahren.
Rino hat uns
zum Nachtessen ins Restaurant Chasseur eingeladen. |
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Die Saison ist
zu Ende. Die BACCHUS hat 267 Schleusen, 290 bewegbare
Brücken, 4 Tunnels und ein Schiffshebewerk passiert und
dabei 3'451 km in 485 Betriebsstunden zurück gelegt.
Soodeli. Jetzt
bleibt noch ein wenig Arbeit:
Das Boot
aufräumen, die gelesenen Bücher nach Hause nehmen, Fotos
einkleben und die nächste Saison planen. |
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