|
|
Schiff
Eigner
commande-ments
du batelier
Gäste an Bord
Saison 2003
Saison 2004
Saison 2005
Saison
2006
Saison 2007
Saison 2008
Saison 2009
Saison 2010
Saison 2011
Saison 2012
Saison 2013
MCC
Aktuelles von Land
Links
zurück zur Startseite
|
|
Vierter Törn:
Auf dem Rhein zu Tal. Unterhaltsarbeiten
und gemütliche Fahrt in Friesland. Rückfahrt durch die Niederlande, quer durch
Belgien und durch Frankreich nach Colmar. Kurzer Reise nach Strasbourg und
zurück.
Von Colmar mit Verspätung bei Hochwasser
auf dem Rhein zu Tal. Unterhaltsarbeiten und gemütliches Fahren in Friesland.
(9. April 2006 - 11. Mai 2006).
Rückfahrt durch die
Niederlande, Belgien und Frankreich. (2. Juni 2006 - 12. August 2006)
Kurze Reise von Colmar nach
Strasbourg und zurück (9. - 15. September 2006
Eigentlich war geplant, am
Dienstag, 28. März 2006 von Colmar nach Breisach zu fahren und dort die beiden
Patentinhaber Ernst und Franz an Bord zu nehmen und gemütlich auf dem Rhein zu
Tal nach den Niederlanden zu fahren.
Der anhaltende Regen
und die Schneeschmelze in den Vogesen haben uns einen gründlichen
Strich durch die Rechnung gemacht: Die Ill führte extrem Hochwasser
und brachte Geschiebe mit sich, das die Ausfahrt aus dem Hafen von
Colmar verhindert hat.
Erst als sich der
Pegel gesenkt und die Strömung sich verringert hatte, konnte die
Fahrrinne ausgebaggert werden. Ich war in dieser Zeit drei Mal in
Colmar, um mir vor Ort ein Bild zu machen.

Hochwasser
in Breisach
|
Am Sonntag, 9. April
2006 – mit 12 Tagen Verspätung – konnten wir endlich den Hafen von
Colmar verlassen und nach Breisach fahren. Am nächsten Tag war der
Colmarer Kanal bereits wieder gesperrt. Wir haben in Breisach – auf
Anraten des Hafenmeisters - ausserhalb des Hafens am Steiger
festgemacht. Über Nacht ist der Pegel dermassen gestiegen, dass die
Rheinschleusen den Betrieb eingestellt haben. Die starke Strömung
verursachte auch Wellengang, was zur Folge hatte, dass die
Festmacher auf dem Steiger zu scheuern anfingen. Ich habe mich
entschlossen, die BACCHUS in den Hafen zu verholen, was bei der
starken Strömung nicht ganz einfach war.
|
|
Am Dienstagnachmittag
konnten wir endlich ablegen und zu Tal fahren. Am Mittwoch haben wir
über den Rhinaukanal Strasbourg erreicht.
Zum Glück konnte Ernst
seine Freitage und Überstunden an die Ostertage anhängen, damit ich
mit einem Patentinhaber an Bord am Karfreitag auf dem Rhein zu Tal
fahren konnte.
Es waren happige
12-Stunden-Tage, immer knapp unter der Hochwassermarke II.
In Düsseldorf waren
wir Gast bei der Feuerwehr und lagen am Steiger des Löschbootes. Die
Besatzung hat uns mit dem Beiboot in die Innerstadt gebracht.
Am Ostermontag haben
wir Zutphen erreicht. Ernst und Lisbeth sind mit dem Zug nach Hause
gefahren und Marie-Christine und ich sind ganz gemütlich weiter
gefahren. |

Yeti zeigt
uns sein Löschboot |
|

Der Pegel
lag lange knapp unter der Hochwassermarke II
|

Der Taxidienst
der Düsseldorfer Feuerwehr |
 |
Das war die
eilige Talfahrt auf dem Rhein und die Fortsetzung bis nach
Harlingen in Friesland.
Bis nach
Strasbourg ist Peter mit Manfred Ersfeld gefahren, dort sind
dann Lisbeth und Ernst Camenzind an Bord gekommen und bis
Zutphen mitgefahren. |
Am Samstag, 22. April
2006 waren wir in Harlingen und am Montag ging es pünktlich um 08.00
Uhr bei Harm Visser auf die Helling. Bereits am Dienstag, um 10.45
Uhr war die BACCHUS wieder im Wasser. Der Preis war moderat: Zwei
Tage auf der Helling, Unterwasserschiff gereinigt, zwei Mal
gestrichen (Epoxy und Antifouling), schwarz gemalt bis ans Freibord,
zwei kleine Schweissarbeiten erledigt, rote Verzierungen angebracht:
Pauschalpreis € 1'200.-
|
 |
 |
 |
|
Die BACCHUS
wird überholt... |
... und
verschönert... |
Die weiteren
Unterhaltsarbeiten sind auf der Scheepswerf Nieko in Franeker
erledigt worden: Oelwechsel, Ventile einstellen, alle Filter
auswechseln, Feuerlöscher kontrollieren, Gasschläuche
sicherheitshalber ersetzen, leere Gasflaschen gegen volle
austauschen, Ersatz-Filter Schmierfett an Bord nehmen.
 |
 |
|
Nieko und
Douwe an der Arbeit |
Anschliessend ist
Peter mit Freddy noch gemütlich durch Friesland gefahren.
|
Das war die
Rundreise durch die Provinzen Friesland und Groningen. |
|
 |
 |
|
Gemütliches
Fahren auf der Dokkumer Ee: unser Liegplatz in Dokkum. |
Die BACCHUS
wird von den Kamelen bewacht. |
|
Am Donnerstag, 11. Mai
2006 haben wir die BACCHUS bei den Kamelen gelassen und sind
wir für ein paar Wochen nach Basel gefahren, unter anderem zur
Hochzeit meiner Nichte Myriam; ich bin ihr Götti. |
|
|
|
Nach der Prachtshochzeit meines
Göttikindes bin ich am 2. Juni 2006 zusammen mit Toni (Antoinette)
und Walter Braak mit dem Zug wieder nach Harlingen gefahren und an
Bord gegangen.
Irgendwo auf
dieser Reise hat mit ein Drecksack mit einer Rasierklinge die
Innentasche meiner Jacke aufgeschnitten und meine Brieftasche
geklaut. Die Anzeige bei der Polizei in Harlingen und vor allem das
Wiederbeschaffen der gestohlenen Ausweise hat viel Zeit und Arbeit
gekostet.
|

die Niederwassermarke in Temse
|
Der zweite Teil der diesjährigen
Reise führte von Harlingen durch die ganzen Niederlande von Norden
nach Süden bis Maastricht und dann quer durch Belgien von Westen
nach Osten, anschliessend durch Frankreich von Süden nach Norden
zurück nach Colmar.
Auf der Reise
durch die Niederlande haben wir uns wohlbekannte
Wasserstrassen befahren: van Harinxmakanaal, Prinses Margrietkanaal,
Ganzendiep, Gelderse Ijssel, Pannerdens Kanaal, Waal, Maas, Juliana
Kanaal; durch die Provinzen Friesland, Flevoland, Gelderland, Noord
Brabant und Limburg. Wir haben in uns wohlbekannten Städten
angelegt: Franeker, Leeuwarden, Lemmer, Kampen, Doesburg, Nijmegen,
Roermond.
|
|
|

der Örgelimaa in
Nijmegen |

eine
Skulptur in Roermond |
|
|
In Belgien
haben wir auch neue Wasserwege entdeckt. Wir fuhren auf dem
Albertkanaal, der Zeeschelde und auf dem Kanaal Gent Oostende und
lagen in den Städten Antwerpen, Gent, Brügge und Oostende. |
 |
 |
|
Brügge |
|
|
Auch in
Frankreich haben wir zum Teil neue Wasserstrassen befahren:
Canal de l’Aire, Canal du Nord, die Kanäle zwischen Aisne und Marne,
und die uns wohlbekannten: Canal de la Marne au Rhin und den
Rhinaukanal.
Wir haben
einige schöne Städte besichtigt: Dunkerque, Chauny, Reims,
Bar-le-Duc, Nancy, Lützelburg, Saverne und Strasbourg.
|
|
|
|
|

mit diesem russischen
Frachtschiff
haben wir die Seeschleuse
nach Oostende passiert. |
Wir sind in
drei Seehäfen gelegen: Antwerpen, Ostende und Dünkirchen. Die
Zufahrt zum Liegplatz führt meistens durch einen Teil des Seehafens
das dauert ziemlich lange und ist kompliziert.
Die BACCHUS
war in dieser Saison mit 11 verschiedenen Besatzungen 102 Tage
unterwegs und hat in 303 Betriebsstunden 2'870 km zurückgelegt, 306
Schleusen, 138 bewegliche Brücken, 8 Tunnels (mit einer Gesamtlänge
von 18,51 km) und ein Schiffshebewerk passiert.
|
|
|
|
|
|
Der längste
Tunnel mit 4,785 km ist der Souterrain de Mauvages. Wegen der Abgase
wird man hier mit einem elektrisch betriebenen Schleppboot
geschleppt. Es hat einen Stromabnehmer, wie ein Tram. Die Praxis ist
allerdings anders. Der Schiffsführer des Schleppers sagte: Heute ist
Sonntag, da kommt der Chef nicht. Schleppen ist viel zu kompliziert.
Ich fahre einfach voraus und Sie folgen mir.
|
|

|

|
|
Dinner is ready |
vor dem Tunnel |
|
 |
 |
|
im Tunnel |
 |
Das war unsere
Rückreise via Gent, Brügge, Antwerpen, Ostende und
Dünkirchen und anschliessend durch Frankreich. |
| |
|
Wir sind durch
vier Länder gefahren.
Deutschland
ist für Schiffer, die zum Vergnügen reisen, nicht sehr attraktiv.
Der Rhein ist eine Grossschifffahrtsstrasse mit entsprechen viel
Berufsverkehr. Landschaftlich ist nur gerade das Gebirge attraktiv.
Viele Möglichkeiten zum Anlegen gibt es nicht. |
|
Die
Niederlande sind für den Hobby-Schiffer ein Paradies: prächtige
Wasserstrassen, viele mit wenig Berufsverkehr, gute, aber nicht sehr
billige Liegplätze, viele Städte mit alter, gut erhaltener
Bausubstanz, nette Menschen, gemütliche Beizen und jede Menge
Werften.
Die belgischen Inlandwasserwege sind
schmutzig, schlecht unterhalten und beschildert. In Flandern ist die
Infrastruktur etwas besser, aber man muss eine Vignette für € 50.-
lösen. Das Kartenmaterial ist mangelhaft und unzuverlässig. Die
Liegplätze sind gut und preiswert. Es gibt sehenswerte Städte. Die
Auswahl an Biersorten ist unheimlich vielfältig und die Qualität ist
ausgezeichnet. |

|
|
In Frankreich
habe ich dieses Jahr neue Reviere kennen gelernt, vorab den Canal du
Nord, eine Grossschifffahrtsstrasse durch die Picardie. Mit dem Bau
ist 1907 begonnen worden und 1914 war der Kanal zu zwei Dritteln
fertig gestellt. Während des ersten Weltkrieges ist der ganze Kanal
zerstört worden. Der Wiederaufbau erfolgte erst nach dem zweiten
Weltkrieg und dauerte bis 1965.
Die Schleusen
sind normiert und haben durchwegs eine Hubhöhe von 6 m. Sie bieten
Platz für zwei Péniches hintereinander. Deshalb fahren die meisten
Berufsschiffer mit zwei Péniches: die hintere schiebt die vordere im
Koppelverband. Dann ist die Schleuse voll. Als Hobby-Schiffer muss
man das Glück haben, dass man eine Péniche findet, die enkel fährt.

Bar-le-Duc |

mit solchen
Draisinen wurde früher getreidelt

auf dem
Rhinaukanal |
|
|
Wir hatten
viele interessante, lehrreiche und unterhaltsame Kontakte mit den Berufsschiffern und Eignern von
Privatbooten.
Am 12. August
sind wir nach Colmar in unseren derzeitigen Heimathafen zurück
gefahren.
|
|

Breisach |

Niederwasser am
Steiger |

hier essen wir: im
Kaiserstühler Hof |
|
Im
September ist der Sommer nochmals zurück gekehrt und wir waren
nochmals eine Woche unterwegs: Von Colmar nach Breisach, dann auf
dem Rhein zu Tal durch zwei Grossschifffahrtsschleusen und auf dem
malerischen Rhinaukanal nach Strasbourg, wo wir bei der Légion
Étrangère Wein eingekauft haben, einen ordentlichen Côte de
Provence, der bei der Institution des Invalides de la Légion
angebaut wird.
|
|

La Chapelle des
Mariniers
auf dem Rhinaukanal |

Strasbourg:
Le Parlement Européen |

Hayka bewacht
zuverlässig
den Wein der Légion
Étrangère |
|
|
|
|
|
Nach einer Woche waren
wir auf dem gleichen Weg wieder zurück in Colmar und es folgten noch
ein paar Arbeitstage: Holz lackieren, binnen alles aufräumen und
Reinschiff, allgemeine Unterhaltsarbeiten. Ausserdem haben wir alle
Decks und Gangbord mit Leinoel behandelt und zuhause die zu
ersetzenden Taue gespleisst.
Und wir haben einen
bequemeren Liegplatz an Kai statt am zu kurzen Steg. |
|
|
|
|
|
|