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Saison 2007 - 2. Reise
Colmar - Talfahrt auf dem Rhein - Harlingen - Rundfahrt in Friesland
2. Reise
Colmar - Breisach - auf dem Rhein zu Tal - durch die Niederlande nach Friesland.
Die zweite Reise hat einen Monat gedauert: vom 6. April bis am 5. Mai 2007: von Colmar auf den Rhein, auf dem Rhein zu Tal , dann nach Friesland, wo wir den Rest des Monats verbracht haben.
Das Ziel war es, mit einem professionellen Schiffer an Bord auf dem Rhein zu Tal zu fahren und auf der Werft in Franeker die notwendigen Unterhaltsarbeiten erledigen zu lassen. Anschliessend wollten wir in Friesland fahren und dann die BACCHUS in Harlingen lassen, damit René Houkstra den Maschinenraum und die Küche neu streichen konnte.
Am Karfreitag haben wir in Colmar die Bilge ausgepumpt und dann mit Thea und Fredi Müller an Bord Richtung Breisach abgelegt.
Peter konnte noch das Ablegmanöver fahren, dann hat Fredi das Ruder nicht mehr aus der Hand gegeben, aber er hat uns sehr viel beigebracht. Unter anderem hatten wir einen Spleisskurs.
Dann ging es zügig auf dem Rhein zu Tal. Wir haben die sechs Grossschifffahrtsschleusen bis Iffezheim passiert. Auf dem offenen Rhein ohne Stauhaltungen kamen wir rasch mit 15 – 18 km / h voran, aber nur bis zum km 488. Dort ist ein Arbeitsboot gekentert und gesunken. Zwanzig Minuten bevor wir diese Stelle passieren wollten, ist die Schifffahrt gesperrt worden, weil die Bergungsarbeiten begonnen haben.
Wir hatten Glück. Die ANTIGOON lag vor Anker. Der Besitzer ist ein alter Bekannter von Fredi und wir konnten längsseits festmachen, bis die Fahrt um 04.00 Uhr wieder frei gegeben worden ist.
Am Rheinufer gibt es schöne Anblicke und andere.
In Düsseldorf haben wir einen kurzen Halt zum Einkaufen eingelegt. Der nächste Einkauf war beim Bunkerboot in Lobith. Hier bekommt man alles: Trinkwasser, Diesel, Schiffszubehör und es gibt einen richtigen Supermarkt; hier haben wir das erste niederländische Bier eingekauft.
Bereits zum fünften Mal haben wir im Visserhaven in Zutphen angelegt und sind als alte Bekannte begrüsst worden.
Der nächste Halt war Kampen, wo die SUCCES liegt. Ein ehemaliges Dampf-Passagierboot, das immer noch eine mit Dampf betriebene Orgel an Bord hat. Fredi hat dieses Schiff vor Jahren von Amsterdam nach Rheinfelden überführt.
Fredi und Thea haben sich hier verabschiedet und sind mit dem Zug nach Hause gefahren.
Blokzijl bei Tag ...
... und bei Nacht
Auf dem Ganzendiep.
Wir sind über das malerische Ganzendiep nach Blokzijl weitergefahren. Freitag, der Dreizehnte hat es in sich: Marie-Christine hat den Fuss verstaucht und war nicht mehr einsatzfähig. Zum Glück haben wir Freunde in Friesland: Rita und Kees sind an Bord gekommen; sie waren froh, sich von der Gartenarbeit drücken zu können.
Wir haben alte Bekannte getroffen:
in Kampen die Succes ...
... und in Leeuwarden den ehemaligen Rhyblitz
Der nächste Halt war Franeker. Dort sind Rita und Kees von Bord gegangen. Wir konnten die gesamte Wäsche bei ihnen zuhause waschen und mit ihrem Auto zum Grosseinkauf starten. Das war dringend notwendig, weil wir am Abend die Gesangsprobe von HET LOOPEND TUYG besucht haben. Alle kamen anschliessend an Bord und haben die Vorräte zum Schwinden gebracht: 1 ganzer Salami, alle Käseresten, 1 Kiste Bier, 1 ½ Flaschen Jenever, 2 Flaschen Wein und ½ Flasche Grand Marnier.
HET LOOPEND TUYG.
v.l.n.r.
Karel de Vries, Tenor; Kor Epker, Hylke Kloosterman, Bariton; Rita Brok-Fallegger, Akkordeon und Tinwhistle; Benno Niemijer, Bariton; Kees Brok, Bass, Joop van Dijk, Bass, Mundharmonika und Bodran.
So sehen sie bei der gesitteten Gruppen-aufnahme auf...
...und so an Bord der BACCHUS, wenn sie das Schiff leer trinken...
Wir staunen immer wieder darüber, wie viel Platz wir an Bord haben. Es war ein heel gezelliger avond.
Den Rest der Reise haben wir in Friesland verbracht. Auf der Dokkumer Ee, auf dem van Harinxma-Kanaal, dem Prinses Margriet-Kanaal und dem van Starkenborghkanaal. Wir haben das Sneeker Meer, das Lauwersmeer, das Langweerder Meer überquert.
Wir haben etliche schöne Städte besucht: Harlingen, Franeker, Leeuwarden, Dokkum, Groningen, Zoutkamp. Ein Höhepunkt war der Koninginnendag in Dokkum.
Selbstverständlich haben wir den Oranje-Wimpel gehisst.
Deheer Burgermeester hat die Ballone fliegen lassen
Die jungen Leute tragen nicht nur die Farbe des Königshauses.
Sie können auch die Nationalhymne singen und tun es auch aus vollem Hals.
Auf der Scheepswerf Nieko sind die notwendigen Service-Arbeiten erledigt worden: Augen anschweissen, um die Reibhölzer zu befestigen, Filter- und Ölwechsel, die Einspritzdüsen sind ersetzt worden, die kleinen Lecks am Hydrauliksystem und am Warmwassertank repariert worden, die Batterien sind kontrolliert und für gut befunden, die Packung an der Wellenschmierung ist ersetzt worden. Die leeren Gasflaschen haben wir gegen volle ausgetauscht.
Bei Nieko haben wir ziemlich lange auf diese Ersatzteile gewartet.
Wir läuten jeden Tag pünktlich die Schiffsglocke um 11.00 Uhr aus traditionell bekannten Gründen.
Diese Ikone zeigt den heiligen St. Nikolaus, den Schutzpatron der Schiffer. Sie hängt jetzt an einem würdigen Platz an Bord.
Auf dieser Reise haben wir 113 bewegliche Brücken und 16 Schleusen passiert und sind in 139.5 Betriebsstunden 1'354 km gefahren.
Nach einem Monat haben wir die BACCHUS wieder bei den Kamelen, also bei Harm Visser gelassen und dem Bootsmaler René Houkstra Zeit gelassen, den Maschinenraum und die Küche neu zu streichen.
Wir sind mit der Eisenbahn nach Basel zurück gefahren.
letzte Aktualisierung am 27.02.06 zurück zum Seitenanfang copyright by Peter Rudolf von Rohr