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Saison 2007 - 1. Reise

Colmar - Mulhouse - Strasbourg - Colmar

    

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Diese erste kurze Reise hatte drei Ziele:

 

1. Kontrolle, ob die BACCHUS klar ist für die grösseren Reisen.

2. Besuch des Herre-n-Owe in Mulhouse.

3. Wein-Einkauf bei der Légion Étrangère in Strasbourg.

 

Am Mittwoch, den 14. März haben wir kurz vor Mittag in Colmar abgelegt und bald festgestellt, dass das System der hydraulischen Steuerung Oel verloren hat.

Wir haben nachgefüllt (siehe Ziel 1).

Für die erste Übernachtung haben wir auf dem Steiger ausserhalb des Stadthafens Breisach angelegt und sind - wie immer - zum Nachtessen in den Kaiserstühler Hof gegangen.

Wir haben den Wecker auf viertel vor sieben gestellt, um am nächsten Morgen früh abzulegen.

Daraus wurde nichts. Um sieben Uhr herrschte dicker Nebel, der sich erst um halb neun Uhr einigermassen gelöst hat.

Bei diesigem Wetter sind wir am Donnerstag auf dem Rhein zu Berg gefahren ohne nennenswerte Wartezeiten vor den Grossschifffahrts-schleusen. Bereits um fünf Uhr haben wir die Schleuse Niffer passiert, sind auf den Canal-du-Rhône au Rhin eingefahren und haben im Hafen Kembs angelegt.

Den Platz hatten wir beim Hafenmeister Gabriel Florange im voraus reserviert.

Er hat die BACCHUS auf 15 m verkürzt und uns einen sehr moderaten Preis (inklusive Landstrom) verlangt.

 

 

Breisach bei Sonnenschein...

...und bei Nebel

Am Freitag hat uns die Sonne geweckt. Dann war Reinschiff angesagt: Deckwaschpumpe in Betrieb setzen, alle Dächer, Decks und Gangborde reinigen, Staubsaugen, alle Böden nass aufziehen. Auch den Trinkwassertank haben wir aufgefüllt.

Um zehn Uhr ist Joggi, der Eigner der alten, kleinen BACCHUS eingetroffen um die Vorräte an Bord zu ergänzen. Er hat Peters altes Boot sinnvoll und professionell umgebaut. (Es ist noch nicht ganz alles fertig).

Kurz nach Mittag sind die Gäste eingetroffen, die sich zum Besuch des Herre-n-Owe auf dem Wasserweg, statt mit dem Car entschlossen haben, und beide BACCHUS haben abgelegt. Die Écluse 41, die Stadtschleuse von Mulhouse hat man ein paar hundert Meter Richtung Stadt verlegt und technisch sehr kompliziert gemacht.

 

Die Brücke bei der Schleuse Niffer.

Reinschiff ist angesagt

 

Rechtzeitig zum Nachtessen im Mehlala sind wir im Hafen Mulhouse eingetroffen und haben uns getrennt: Die Männer sind zum Herre-n-Owe und Marie-Christine hat Judith und Hanspeter an Bord der HARMONIE besucht.

Später - als die 100 Basler Herre-n-Öweler weg waren, ging sie dann ins Mehlela zum Nachtessen.

Der diesjährige Herre-n-Owe war in allen Belangen grossartig, wie immer eine gelungene Mischung zwischen Satire (auch politisch), viel Witz und Sauglogge. (Ziel 2)

Um Mitternacht haben wir uns dann an Bord der BACCHUS zu einem Schlummertrunk getroffen: die Besatzung beider BACCHUS und die der HARMONIE.

Es wurde eine kurze Nacht. Um drei Uhr Nachtruhe, Ablegen am nächsten Tag um acht Uhr.

 

Das ist der berühmt-berüchtigte Herre-n-Owe.

 

Bereits um zwanzig vor fünf waren wir wieder in Breisach und sind selbstverständlich wieder zum Nachtessen in den Kaiserstühler Hof gegangen und haben für den kommenden Mittwoch  reserviert.

Dann ist der Winter  eingebrochen. Wir sind am Sonntag zügig auf dem Rhein zu Tal gefahren und auf dem Rhinau-Kanal bis zur Chapelle des Mariniers, früher ein Wallfahrtsort für Binnenschiffer.

Am Montag hatten wir Regen und Schnee.

 

 

Schnee auf den Backskisten.

 

In Strasbourg unter der Pont d'Anvers haben unsere Gäste - Cathérine und Benno - auf uns gewartet und wir sind zur Légion Étrangère zum Weineinkauf (Ziel 3) gegangen. Caporal-Chef Miltz hat uns den Wein mit seinem Dienstwagen an Bord gebracht.

 

Wir sind weiter nach Souffelweyersheim gefahren, zum Nachtessen in der Auberge de Hans.

 

 

die Schleusen auf dem Rhein

diese Lichter haben wir zum Glück nie zu lange gesehen

 

Am Dienstag - immer noch bei Saukälte fuhren wir auf dem Rhinaukanal bis Boofzheim. Trotz der Kälte blühen die Forsythien überall.

Am Mittwoch haben wir nach einer Stunde den Kanal verlassen und sind auf dem Rhein zu Berg nach Breisach gefahren und haben einmal mehr im Kaiserstühler Hof gespeist. Wir haben uns als letzte Gäste verabschiedet.

Auf dem Rhinaukanal fahren immer noch zwei Péniches, die Kies transportieren

Hier lagen wir in Boofszeim.

 

 

Um diesen Ofen waren wir sehr froh.

Hayka hat einen neuen Freund.

 

Vor der Einfahrt nach Breisach ist Flaggenwechsel angesagt

Auch vom Land aus wurden wir genau beobachtet

 

Die Forsythien harmonieren gut mit dem Blau-grün der Voies Navigables de France.

Die Auberge de l'Ècluse ist immer geschlossen, wenn wir vorbei fahren, vielleicht können wir irgendeinmal die Öffnungszeiten herausfinden.

Wir hoffen, dass die Verbindung vom Canal de Colmar zum Canal de Rhinau bald wieder eröffnet wird. Das wäre die Verbindung Colmar - Strasbourg. Zur Zeit sind die Arbeiten wegen Geldmangels eingestellt. Es bleiben nur noch drei Schleusen zum Instand stellen.

Das ist die Einfahrt vom Canal de Rhinau.

Das ist die Einfahrt vom Canal de Colmar.

Auch die Kanalschleusen geben Arbeit.

Die letzte Fahrt am Donnerstag war kurz: wir haben den Rhein überquert und sind auf dem Canal de Colmar in unseren derzeitigen Heimathafen gefahren.

Zum Nachtessen waren wir - wie gewohnt - im Chasseur.

 

Auf dem Canal de Colmar.

Die Einfahrt zum Hafen Colmar.

 

 

 

Am Freitag war, nach der Tagwache um acht Uhr, Packen angesagt.

Die Heimfahrt war problemlos und der Schweizer Grenzwärter war sehr nett. Er hat nichts gefragt und wir haben die 66 Flaschen Wein wohlbehalten nach Basel gebracht.

Auf dieser kurzen Reise haben wir 45 Schleusen passiert und sind in 54.1 Betriebsstunden 315 km gefahren.

 

 
 
 
    letzte Aktualisierung am 29.10.07

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copyright by Peter Rudolf von Rohr