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1995 hat Peter in der französischen Bootszeitung fluvial gelesen, dass es in Frankreich neu eine Bootsprüfung für Boote über 15 m gibt, le Certificat de Capacité PP (PÉNICHES DE PLAISANCE).

Er hat sich erkundigt und ist fündig geworden: Denis Dirienzo hat damals in La Truchère oberhalb der Seille-Mündung in die Saône unterhalb von Tournus eine Bootsfahrschule betrieben, und zwar mit folgendem Konzept: Fahrpraxis und Kenntnis des geprüften Stoffes werden vorausgesetzt, an einem langen Wochenende erhält man den letzten Schliff für die Theorieprüfung und Fahrstunden (An- und Ablegemanöver, Schleusenmanöver, Mann über Bord).

Geschlafen wird an Bord der HYPOTENUSE und es gibt sechs Plätze im Kurs.

Inzwischen hat Denis keine Bootsfahrschule mehr. Er führt eine Beiz und vermietet Elektroboote auf der Seille.

Die HYPOTENUSE ist innen sehr geräumig, sehr träge zum Fahren, aber ihr Anblick von aussen ist grauenhaft. Sie hat,  wie das Basler Fahrgastschiff CHRISTOPH MERIAN, die Bezeichnung 'SCHIFF' oder 'BOOT' nicht verdient.

 

 

Peter hat mit ihm ausgehandelt, dass er einen Kurs füllen werde, aber dass wir – als Schweizer - wegen der Sprache einen Tag länger, aber für den gleichen Preis an Bord kommen.

Dann ging er auf die Suche nach geeigneten Mitstreitern und hat sie gefunden.

Im Oktober 1995 fuhren sie zusammen ins Burgund und hatten eine tolle Zeit miteinander. Nicht alle haben sich vorher gekannt.

Mit Denis Dirienzo haben wir den Stoff für die Theorieprüfung gebüffelt, sein Schwiegervater, ein ehemaliger Schiffer hat uns Fahrstunden gegeben.

Am Montag wird es dann ernst: Der Ingénieur-en-Chef aus Montceau-les-Mines nahm als Experte die Prüfung ab. Alle haben die Prüfung bestanden. Böse Menschen behaupten, Pierrot-dit-le-Belge habe seine Prüfung finanziell geregelt. Inzwischen hat er aber fahren gelernt.

 

die Prüflinge kurz vor der Prüfung, v.l.n.r.

Peter Hoch, Rolf Schlebach, Beat Heydrich, Peter Rudolf von Rohr, Ueli Böni, Dieter Hunziker

 

Darauf haben sie sich beschlossen, den kleinsten nautischen Club zu gründen, der nur aus sechs Mitgliedern besteht. Ziele des Clubs sind: alle zwei Jahre eine weitere Prüfung zu bestehen, oder sich auf einer Reise auf dem Wasser gegenseitig zu prüfen, einmal im Jahr einen Abend mit Damen zu veranstalten und sich jeweils am Freitag zum Mittagessen im Kleinbasel im Rebhaus zu treffen.

Das Rebhaus hat leider zu einer extrem warmen Küche mit sehr hoch angesetzten Preisen gewechselt. Seither treffen wir uns in Kleinhüningen im Restaurant Schiff.

Dieter hat als Grafiker den Auftrag erhalten, ein Signet zu entwerfen. Mittlerweile ist dieses zu Standern, Blazer-Abzeichen, Achselpatten, Krawatten, Aufkleber und Uhren verarbeitet worden, welche die Mitglieder des MCC bei besonderen Gelegenheiten stolz tragen und zeigen.

1997 haben vier Mitglieder in Köln die Prüfung für den deutschen Sportbootführerschein See (Ausweis für Grossschifffahrtsstrassen und Küste) bestanden.

1997 haben Ueli Böni, Beat Heydrich und Peter Hoch zusammen mit Urs Gysin die BARON DE L’ÉCLUSE gekauft. Da der MCC nur aus sechs Mitglieder besteht, hat Urs den Status eines Aspiranten auf Lebzeiten erhalten.

Nach fast zehn Jahren hat Ueli Böni 2006 die Eignergemeinschaft verlassen. Sein Nach-folger ist Jürg Baschong, ein ehemaliger Segler.

1998 haben alle Mitglieder des MCC an Bord eines Mietbootes eine tolle Woche auf der Themse verbracht.

2001 waren sie mit vier Mitgliedern und zwei Gästen an Bord eines Mietbootes eine Woche in der Bretagne.

2003 hat Joggi Zumbrunn Peters altes Boot, die kleinere BACCHUS gekauft und als zugewandter Ort den Status eines Leuchtturmwärters erhalten.

2004 haben zwei Mitglieder in Nijmegen die Prüfung für den Niederländischen KLEIN VAARBEWIJS I bestanden.

2006 hat ein Mitglied das Hochrheinpatent erworben und die Prüfung für die Basler Hochseil-Nachen-Gier-Fähren bestanden.

Im Dezember 2005 der MCC sein zehnjähriges Jubiläum mit einem Ausflug an Bord der JUPITER und der BACCHUS von Colmar nach Breisach mit einer Führung durch den Stadtarchivar im Breisacher Stadtmuseum und einem üppigen Nachtessen im Kaiserstühler Hof gefeiert.

Im Sommer 2008 ist der MCC dezimiert worden: Peter Hoch ist unerwartet und plötzlich verstorben. Wir werden ihn vermissen.

 

 

Die Fahrt auf der Themse stand unter dem Motto: MORE THAN THREE MEN IN A BOAT.

   

10 Jahre MCC

 

Im Dezember haben wir das zehnjährige Jubiläum des MCC gefeiert. Wir sind mit der JUPITER und er BACCHUS von Colmar nach Breisach gefahren, haben das Stadtmuseum unter kundiger Führung des Stadtarchivars besucht und haben im Kaiserstühlerhof gespiesen.

Auf der Rückfahrt haben wir auf dem Canal de Colmar das Eis gebrochen.

     

Unter dieser Flagge werden die Mitlieder des MCC noch lange die Freundschaft pflegen, viel lachen und heitere Bootserlebnisse austauschen.

 

die Schiffe des MCC

 

JUPITER

 

Baujahr

1912

Ursprung

Schleppboot

Länge 17.20m
Breite   4.25 m

Tiefgang

  1.60 m
   
 

 

 

BARON DE L'ÉCLUSE

 

Baujahr

1931

Ursprung

Luxe Motor

Länge 26.15 m
Breite   4.39 m

Tiefgang

  1.01 m
   
 

 

BACCHUS

 

Baujahr

1957

Ursprung

Bunkerboot

Länge 18.0  m
Breite 3.60 m

Tiefgang

1.00 m
   

BACCHUS

 

Baujahr

1976

Ursprung

PEDRO 950

Länge   9.50 m
Breite   3.10 m

Tiefgang

  1.00 m
   
 

 

 

SELENE

 

Baujahr

1983

Ursprung

PEDRO 1000

Länge 10.60 m
Breite   3.40

Tiefgang

  1.00 m
   
 

 

 
 
 
    letzte Aktualisierung am 08.10.2008

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copyright by Peter Rudolf von Rohr